Projekt im Jugendhilfeausschuss vorgestellt

Sechs starke Säulen stützen die „Bildungsregion Freising“

Der Landkreis will „Bildungsregion“ werden. Um dieses Prädikat vom Bayerischen Kultusministerium verliehen zu bekommen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Vor allem muss ein auf fünf vorgegebenen Säulen basierendes regionales Konzept erarbeitet werden. Ein erstes Dialogforum dazu hat im Landkreis Freising schon stattgefunden.

Freising – Der Jugendhilfeausschuss wurde am Donnerstag über die Ergebnisse informiert, hat die Resultate unterstützt und so den Weg für das zweite Dialogforum frei gemacht. Und damit ist man einen weiteren Schritt näher an das Prädikat „Bildungsregion in Bayern“ herangekommen.

Die Sprecher der Arbeitskreise stellten die Projekte vor, die man für den Bereich der fünf Säulen erarbeitet hatte: Schulamtsleiterin Irmintraud Wienerl betonte für den Bereich „Übergänge organisieren und begleiten“, man habe sich Projekte ausgedacht, die auch realistisch umzusetzen seien: die „Erstellung eines Kooperationskalenders“ zum Beispiel oder auch Schulpartnerschaften von Grund- und weiterführenden Schulen.

Um Säule 2 (Schulische und außerschulische Bildungsangebote und –träger vernetzen) hatte sich ein Arbeitskreis mit Klaus Darlau als Leiter gekümmert: Weil es auf diesem Gebiet im Landkreis schon sehr viele Angebote und Aktivitäten gebe, sollte das Augenmerk darauf liegen, die bestehenden Angebote zu erhalten und lediglich auszubauen.

Für Säule 3 (Kein Talent darf verloren gehen) legte Sprecherin Arabella Gittler-Reichel fünf Projekte vor – von der Gründung einer Jugendberufsagentur über den Ausbau der Jugendsozialarbeit an Schulen bis zur Einrichtung einer Schutzstelle für junge Menschen.

Dem Jugendkreistag einen höheren Stellenwert zu verschaffen oder auch die Unterstützung von Erwachsenen bei der Berufsbildung – das hat sich laut Sprecherin Claudia Nertinger unter anderem der Arbeitskreis für Säule Nummer 4 (Bürgergesellschaft stärken und entwickeln) vorgenommen.

Säule 5 trägt den Titel „Herausforderungen des demografischen Wandels“ und wurde von einem Arbeitskreis unter Leitung von Susanne Hoyer bearbeitet. Ergebnis: Projekte wie „Alles unter einem Dach“ – von der Krippe bis zum Hort also -, oder auch „Gemeinsam Deutsch lernen“. Der Landkreis Freising hatte sich dazu entschlossen, auch noch eine sechste Säule „Lebenslanges Lernen“ zu bearbeiten: Arbeitskreis-Sprecher Harald Brandmaier erläuterte, man habe Projekte wie die Einrichtung von Familienstützpunkten oder auch die Erhöhung der Erreichbarkeit und Zugänglichkeit der Angebote für Senioren erarbeitet. Der Jugendhilfeausschuss nahm die erarbeiteten Projektvorschläge einstimmig zur Kenntnis und beschloss außerdem, die Ergebnisse aus den Arbeitskreisen zu unterstützen. Jetzt also kann das zweite Dialogforum, das ein wesentlicher Bestandteil der Bewerbung um die Auszeichnung als „Bildungsregion in Bayern“ ist, stattfinden.

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