Neues Erdbeben in Mexiko

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Projekt Solarpotenzialkataster

Alle Dächer auf einen Blick

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Ein Solarpotenzialkataster soll es für den Landkreis Freising geben. Das hat man bei einem Treffen zur Energiewende als Projekt ausgegeben (wir haben berichtet). Jetzt haben die Kreisräte beschlossen, dass die Landkreisverwaltung ermitteln soll, welche Gemeinden sich an der Erstellung dieses Online-Tools beteiligen, das sämtliche Dachflächen im Landkreis im Hinblick auf ihre Eignung für Photovoltaikanlagen untersuchen und darstellen würde.

Freising –Die Investitionskosten für so ein Kataster würden bei 15 000 Euro liegen, die Betriebskosten für fünf Jahre bei 20 000 Euro. Der Landkreis würde, sollten die Gemeinde die Kosten für die Erstellung des Katasters tragen, die Betriebskosten von 4000 Euro pro Jahr übernehmen, so der Beschluss im Planungsausschuss des Landkreises am Donnerstag.

Dass man mit diesem Werkzeug auch Privatleute dazu animieren will, PV-Anlagen auf ihren Dächern zu montieren, scheint angesichts des vor zehn Jahren gefassten Energiewendebeschlusses notwendig. Denn von dem Ziel, dass bis 2035 der gesamte Landkreis zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt wird, ist man noch weit entfernt. Zwar werden Biomasse und Wasserkraft mit einer Jahresproduktion von fast 500 Gigawattstunden pro Jahr im Landkreis bereits intensiv genutzt. Allerdings ist, so sieht es auch die Landkreisverwaltung, die Nutzung von Windenergie durch die 10H-Regelung stark eingeschränkt worden.

Toni Neumaier (SPD) wäre auch mit einer Energiewende anno 2040 zufrieden.

Bleibt also noch die Photovoltaik. Würde man allerdings in dem Tempo PV-Strom zubauen wie das in den vergangenen Jahren der Fall war, dann brauche man 192 Jahre, bis man Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewinnen könne. Wenn man auch noch den Strom hinzunehme, den man für Wärme und Verkehr benötige, dann würde es 844 Jahre dauern, bis der Landkreis zur Gänze mit erneuerbarem Strom versorgt würde. Zur Erinnerung: Geschafft haben will man die Energiewende in 18 Jahren.

2035 – das werde man nicht schaffen,da ist man sich trotz aller Anstrengungen einig. Toni Neumaier (SPD) sagte, es sei ihm schon 2007 beim Energiewendebeschluss klar gewesen, dass man dieses Ziel bis 2035 nicht erreichen könne. Er hänge sich aber an dieser Jahreszahl nicht auf. Wenn man es bis 2040 schaffe, sei das auch eine große Leistung.

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