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Pullinger Weiher: Fischen statt Tauchen

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Freising - Fischen geht vor - und der Erholungsflächenverein setzt sich bei der Satzung durch: Tauchen mit Geräten konnte am Pullinger Weiher nicht erlaubt werden.

Von Andreas Beschorner

Das hatte man sich im Freisinger Finanzausschuss so schön vorgestellt: Die neue Satzung für die Benutzung der Pullinger Seen sollte das Tauchen mit Beatmungsgeräten außerhalb der Badesaison (15. Mai bis 15. September) gestatten. Das sei möglich, hieß es da vor Kurzem aus dem Rathaus.

Damit wären die Pullinger Seen wohl das einzige Gewässer im Norden von München gewesen, wo das möglich gewesen wäre. Doch da haben die Stadträte und Rathausjuristin Ingrid Hannemann-Heiter die Rechnung nicht nur ohne den Erholungsflächenverein gemacht, der solche Tauchmöglichkeiten in seinen Seen grundsätzlich nicht gestattet, sondern auch ohne den Kreisfischereiverein. Denn das für knapp eine halbe Million Euro gekaufte und nach wie vor bestehende Fischereirecht an den Pullinger Seen kollidiert mit dem Tauchsport. Und weil das sogar höchstrichterlich bestätigt sei, so gab Hannemann-Heiter zu, musste der Stadtrat nun am Donnerstag § 3 Abs. 2 Punkt 10 wieder streichen.

Damit gilt: Tauchen an den Pullinger Seen ist und bleibt verboten. Rathausjuristin Hannemann-Heiter hatte die neuesten Erkenntnisse den Stadträten mitgeteilt, die sich im Endeffekt auch mit acht Gegenstimmen den juristischen Zwängen beugten. OB Tobias Eschenbacher hatte zudem angekündigt, die Verwaltung zu beauftragen, nach einer Alternative für die Taucher und nach einer Lösung zu suchen. Vielleicht, so ein Vorschlag von Robert Weller (FW), könne man im kleinen Pullinger See oder später in den westlichen Pullinger Seen das Tauchen erlauben? Nur, wenn man die Gewässer nicht an den Erholungsflächenverein abgebe, so Hannemann-Heiter. Rudolf Schwaiger (CSU) forderte ebenfalls, dass es „unbedingt“ eine Alternative für Taucher geben müsse. Seinen Parteikollegen Peter Geiger störten nun schon zwei Dinge an der Satzung: das Tauchverbot und das Verbot, mit Hunden an die Pullinger Seen gehen zu dürfen. Und Sebastian Habermeyer (Grüne) störte sich grundsätzlich daran, dass es immer mehr Satzungen und peu-a-peu immer mehr Einschränkungen gebe. Doch die große Mehrheit der Stadträte beugte sich den Vorschriften und beschloss die Satzung für die Pullinger Seen - inklusive Tauchverbot und dem Auftrag, eine Lösung für die Tau

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