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Naturschutzprojekt im Ampertal

Quellen sollen „Oasen“ werden

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Im Landkreis Freising jagt ein Naturschutzprojekt das andere: erst „boden:ständig“, dann die Rettungsaktion für die Gelbbauchunke, jetzt auch noch „Quellschutz im Ampertal“. Gestern war der offizielle Auftakt. Eine Maßnahme wurde schon umgesetzt.

Freising/Ampertal – Wie meistens in solchen Fällen, wenn es um Naturschutz geht, müssen sich mehrere Organisationen zusammentun, um über die notwendigen Gelder und das erforderliche Knowhow zu verfügen. Im Falle von „Quellschutz im Ampertal“ sind das der Landschaftspflegeverband Freising und die Heinz-Sielmann-Stiftung, die eine Trägergemeinschaft gebildet hatten, und der Bayerische Naturschutzfonds, der 85 Prozent der Kosten in Höhe von rund 350 000 Euro trägt. Alle zusammen haben ein Ziel: Quellbereiche nachhaltig aufzuwerten. Dabei, so betonte der Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes, Matthias Maino, gestern bei der Auftaktveranstaltung im Landratsamt, gehe es nicht darum, Eigentümer zu bevormunden. Nein: Man setze dafür, „dass wirklich etwas rauskommt“, auf Zusammenarbeit und Kooperation. Vertreter der Heinz-Sielmann-Stiftung und des Bayerischen Naturschutzfonds hoben ebenfalls hervor, dass es ein wichtiges Projekt sei: Es hänge nämlich wahnsinnig viel am Wasser. Quellen und klares Wasser – das sei etwas ganz Besonderes.

Die Projektleitung hat Fabian Eichhorm inne. Und der erklärte gestern den Bürgermeistern und anwesenden Grundstückseigentümern, was man in dem auf drei Jahre angelegten Projekt im Sinne der „Schatztruhe Quelle“ erreichen wolle. Schatztruhe deshalb, weil Quellen wahre „Oasen der Biodiversität“ seien. Zwar gebe es zahlreiche Quellen in Bayern, viele davon seien aber auch durch sauren Regen, durch Luftverschmutzung und durch Einleitungen, aber auch durch Fichten in der Nähe des Quellbereichs, durch Verrohrungen und durch Verschmutzungen bedroht, schilderte Eichhorn.

Weil man aber nur schützen könne, was man kennt, stehe die systematische Erfassung und Bewertung der Quellen ganz am Beginn des Projekts. 21 Sonderstandorte, die man in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt identifiziert hat, werden dabei im Rahmen des Projekts „Quellschutz im Ampertal“ untersucht.

Nächstes Ziel sei es laut Eichhorn dann, die Eigentümer und die Öffentlichkeit für Quellen und deren Bedeutung zu sensibilisieren. Und schließlich wolle man Lösungen finden und Maßnahmen umsetzen, mit denen die Quellbereiche optimiert würden. Und zwar, so betonte auch Eichhorn, „gemeinschaftlich mit den Eigentümern“. Denkbare Maßnahmen seien der Flächenankauf, eine schonende Waldbewirtschaftung, das Entfernen von Ablagerungen, die Bekämpfung von Neophyten oder auch der Verzicht auf Grabenräumung.

Der Vorteil: „Die Schatzkisten füllen sich wieder selbst“ – mit Tier- und Pflanzenarten. Aber auch eine Aufwertung dieser Bereiche für die Naherholung sei damit verbunden, warb Eichhorn für den Quellschutz. Wie das aussehen könnte, schilderte der Projektleiter anhand einer Maßnahme, die man bereits Ende August auf dem Gebiet der Gemeinde Kranzberg umgesetzt habe: Im Gremertshauser Hangquellmoor war eine Quelle freigelegt worden.

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