Keine Entlastung wurde den Erlauern in Aussicht gestellt. Durch ihre Ortschaft soll weiterhin der Verkehr donnern, wenn es nach den Planern geht. Archiv: lehmann

Regierung segnet Planung ab

Freising - Freising kann aufatmen, in Erlau wird man stöhnen: Wie die Regierung von Oberbayern mitteilte, hat sie zur B 301-Nordostumfahrung einen positiven Planfeststellungsbeschluss erlassen.

„Weniger Lärm und Schadstoffe durch überörtlichen Verkehr für die Anwohner im Stadtgebiet von Freising und eine bessere verkehrliche Erschließung des Flughafens München.“ Das seien die wesentlichen Ziele der 3,64 Kilometer langen Nordostumfahrung von Freising, dessen Planung die Regierung von Oberbayern jetzt genehmigt hat. Das Projekt, das die B 301 östlich an Tüntenhausen und Freising vorbeiführen und westlich von Marzling an die B 11/11 a anbinden soll, „dient auch einer Leistungssteigerung der Fernstraßenverbindung“, heißt es in der gestrigen Pressemitteilung der Regierung. Damit ist nach der Westtangente das zweite große Projekt zur Verkehrsentlastung Freisings einen wesentlichen Schritt weitergekommen.

Staatliches Bauamt Freising und Regierung von Oberbayern hatten die Stellungnahmen von 33 Behörden, Trägern öffentlicher Belange und Naturschutzvereinigungen sowie über 130 private Einwendungen zu bearbeiten. „Soweit wie möglich berücksichtigt“ - so die Aussage der Regierung dazu.

Insbesondere die Auswirkungen in Bezug auf verkehrliche Immissionen und auf Natur und Umwelt seien „umfassend ermittelt und intensiv geprüft“ worden. Dies sei über Planänderungen oder Auflagen erfolgt. Und weiter: „Die nicht vermeidbaren Eingriffe in Natur und Landschaft werden mit einer insgesamt zirka vier Hektar großen Fläche kompensiert.“ Ob das den Erlauern hilft, durch deren Ortschaft die B 301 bekanntlich weiterhin führen und folglich der Verkehr donnern wird, ist eher fraglich.

Der Planfeststellungsbeschluss wird im Veröffentlichungsblatt der Regierung von Oberbayern am heutigen Gründonnerstag öffentlich bekanntgemacht. Und er liegt vom 28. April bis 12. Mai in der Stadt Freising, in der Gemeinde Marzling und in Fahrenzhausen aus, ist zudem ab 28. April auf der Internetseite der Regierung von Oberbayern (www.regierung.oberbayern.bayern.de) abrufbar. Wie Stadtdirektor Gerhard Koch sagte, läuft damit die Klagefrist gegen den Planfeststellungsbeschluss bis zum 12. Juni. (zz)

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