Der Neue und der Alte: Sebastian Thaler (l.) ernannte Josef Riemensberger zum Echinger Alt-Bürgermeister. Foto: Wilms

Riemensberger zum Alt-Bürgermeister ernannt

Eching - Jetzt gehört auch Josef Riemensberger zum Kreise der Echinger Alt-Bürgermeister. Nur wenige Monate nach seinem Abschied zeichnete ihn am Dienstag der Gemeinderat mit diesem Titel aus. Vollzogen wurde die Ehrung kurz darauf bei der gemeindlichen Jahresabschlussfeier im Gasthof Huberwirt.

Da ließ es sich auch sein Nachfolger Sebastian Thaler nicht nehmen, einen Rückblick auf die 18-jährige Ära Riemensbergers zu werfen. Er zählte „große Meilensteine“ wie die Schaffung der A 92-Ausfahrt Eching-Ost, den Bau der zweiten Grundschule an der Heidestraße, das Betreute Wohnen oder die Generalsanierung von Bürger- und Feuerwehrhaus auf. Besonders für Josef Riemensberger in Zeug geworfen hatte sich Gemeindearchivar Günter Lammel, der ihm, aufgeteilt in drei Bände, so gut wie alle Zeitungsartikel der vergangenen 18 Jahre zusammenfasste, in denen der Ex-Gemeindechef eine Rolle spielte. Thaler: „Eine interessante Zeitreise“. Riemensberger, der sich sichtlich freute, verglich das Amt des Alt-Bürgermeisters mit seinem Dasein als Seniorchef auf dem heimischen Bauernhof - „ich kenne das, wenn man sich ein bissl zurückzieht“.

Thaler hatte zuvor die ersten drei Monate seiner Amtszeit unter das Motto „Häuser“ gestellt: Neben dem zu sanierenden Rathaus, das die Räte jetzt schon einige Sitzungen beschäftige und für das man Anfang 2017 neue Pläne präsentieren werde, erwähnte er auch das FFW-Haus in Günzenhausen („guter Planungsstand, geeignetes Grundstück“). Des Weiteren lobte er die „konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat, die „über Fraktions- und Parteigrenzen hinweg“ stattfinde.

Damit stieß er ins gleiche Horn wie SPD-Fraktionschefin Anette Martin, die zuvor bei der letzten Ratssitzung 2016 außerdem an ihre Kollegen appellierte, „die Diskussionen weiter offen auszutragen“. Während sich Leon Eckert (Grüne) für 2017 wünschte, dass man sich, wenn man im Rat Dinge verändern wolle, besser erst die Themen und dann die damit verbundenen Zahlen (Finanzen) anschauen solle, gab Sylvia Jung (BfE) zu bedenken, dass ihr „das gruppenübergreifende Zusammenarbeiten“ zuletzt gefehlt habe. Am deutlichsten wurde Otmar Dallinger (FW): „Den Zeitaufwand in unseren Sitzungen sollten wir künftig doch etwas eindämmen.“ Ihm gehe langsam die Geduld aus.

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