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Auf gute Zusammenarbeit: (v. l.) Rathauschef Christoph Böck, Elisabeth Egerter (ver.de), Susanne Bauer (Planungsverband), Robert Wenk (ver.de) und Bürgermeister Sebastian Thaler.

Rodeln auf den Aussichtshügeln – oder doch lieber ein Aufguss?

Eching – Auf großes Interesse stieß die Ausstellungseröffnung im Echinger Rathaus mit den Entwürfen dreier Landschaftsplanungsbüros zum Gesamtkonzept des Hollerner Sees. Ausgelobt hat die städtebaulich-freiraumplanerischen Plangutachten die Gemeinde Eching, die im Besitz der Seegrundstücke ist - und damit die Planungshoheit hat.

In Auftrag gegeben und angekauft wurden jeweils zwei alternative Planungsansätze. Zum einen geht es dabei um eine extensive, naturnahe Weiterentwicklung des Hollerner Sees und zum anderen um eine intensivere Nutzung, die punktuell auch wirtschaftliche und touristische Aspekte wie eine See-Sauna und/oder einen Caravan-Campingplatz beinhaltet. Darin eingeflossen sind, wie Susanne Bauer vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum erläuterte, die in einer Bürgerwerkstatt geäußerten Wünsche und Ideen „rund um den Hollerner See“.

Ausführlich und intensiv vorberaten wurden die drei Landschafts-Architektur-Entwürfe der Planungsbüros von ver.de, Valentien und Valentien sowie Lohrer.Hochrein von einem 20-köpfigen Beratungsgremium, das sich aus den beiden Bürgermeistern Sebastian Thaler (Eching) und Christoph Böck (Unterschleißheim), den Mitgliedern des Echinger Bauaausschusses, Unterschleißheimer Stadträten sowie Fachplanern zusammensetzt. Bei der Abstimmung erhielten die Entwürfe von ver.de den Vorzug und bilden damit den Planungsschwerpunkt. Aber auch aus den beiden anderen Konzepten sollen interessante Aspekte und Elemente im Gesamtplan berücksichtigt werden. Dazu zählen eine Brücke über den Hollerner See, ein Kunst- und Naturpfad, Kiesinseln am Flachufer und eine Terrassierung des Caravan-Stellplatzes.

Überzeugt hatte beim Freisinger Büro „ver.de“ vor allem der „Wechsel von Umgrenzung und Weite“ und die konzeptionelle Einbeziehung der angrenzenden Naturschutz- und Heideflächen. Zudem stelle „die kompakte Saunalandschaft einen eigenständigen und hochwertigen Beitrag mit einer hohen Aussicht auf Realisierung durch einen Betreiber“ dar, heißt es im Protokoll. Positiv herausgestellt wurde zudem die intensive Durcharbeitung beider Varianten, die den Besuchern von ver.de-Architekt Robert Wenk mit ihren Details erläutert wurde. Ein Alleinstellungsmerkmal in einer „hochwertigen Landschaftsarchitektur“ sind Geländemodellierungen. Zwei dabei entstehende Aussichtshügel, so führte Wenk aus, würden dabei beispielsweise im Winter zum Rodeln einladen.

Alle Planentwürfe können zu den Öffnungszeiten des Echinger Rathauses bis zum 21. Februar im Foyer im Erdgeschoss betrachtet werden. Interessierte Besucher sind aufgerufen, ausliegende Fragebögen auszufüllen. Wie Bürgermeister Sebastian Thaler ausführte, „soll der Hollerner See in erster Linie ein Naherholungsgebiet für uns Echinger und für unsere Nachbarn aus Unterschleißheim werden. Daher möchte ich Sie am Entstehungsprozess dieses Gebiets teilhaben lassen – denn Bürgerbeteiligung ist mir bei allen größeren Vorhaben sehr wichtig.“

In Anwesenheit seines Unterschleißheimer Bürgermeisterkollegen zeigte sich Thaler überzeugt, dass die Nachbargemeinden miteinander die „Hürden“ zu einem gemeinschaftlichen Planungskonzept nehmen werden: „Wir sind beide sportlich“, merkte er mit Blick auf Böck und mit Humor an. In der Sitzung des Echinger Gemeinderates am 21. März wird dann über das weitere Vorgehen beraten.

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