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Westlich von Niederreith könnte schon bald ein riesiger Solarpark stehen.

Gemeinderat Rudelzhausen

Grünes Licht für große Photovoltaik-Anlage

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Rudelzhausen – Größenmäßig ist es für Rudelzhausener Verhältnisse eine neue Dimension: Westlich von Niederreith soll auf einem Areal von etwa 13 Hektar eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Leistung von zirka sieben Megawatt entstehen.

Die beiden bestehenden – die stehen in der Nähe der Ortsteile Schlag und Berg – bringen es „nur“ auf 0,5 respektive vier Hektar Größe. Trotzdem gab es am Montag im Rudelzhausener Gemeinderat nicht viel zu diskutieren. Kein Wunder: Die Kommune muss keinen Cent für Planungs- und Verfahrenskosten locker machen, dafür spült das Projekt Gewerbesteuer in die Kasse. 

Die Kosten des Verfahrens trägt der Antragsteller: die Firma OneSolar International GmbH aus Eching bei Landshut, die sich auf die Projektierung und den Bau von Solarparks spezialisiert hat. Wie das Ganze einmal aussehen wird, zeigte Landschaftsarchitekt Stefan Längst: Die PV-Anlage soll südlich der früheren Grafendorfer Bauschuttdeponie entstehen und sich bis zur Gemeindeverbindungsstraße erstrecken. Das Areal wird eingezäunt, wie es versicherungstechnisch gefordert ist, auch für Ausgleichsflächen (gut drei Hektar) wird gesorgt. 

Noch unklar ist dagegen, wie groß die tatsächliche Aufstellfläche sein wird. Geplant sind zehn Hektar, aber „das Gebiet ist im Flächennutzungsplan als Vorrangfläche für den Bentonitabbau ausgewiesen“, erläuterte Bürgermeister Konrad Schickaneder. Ob das Bergamt die Gesamtfläche für das Projekt freigibt oder eine kleine Teilfläche einbehält, ist noch in der Schwebe. 

An den Gemeinderäten sollte es nicht scheitern: Die gaben der Aufstellung der neunten Änderung des Flächennutzungsplans und eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans einstimmig Grünes Licht. Jetzt läuft die Öffentlichkeitsbeteiligung an. Noch heuer soll die größte Freiflächen-Photovoltaikanlage in der Gemeinde Rudelzhausen fertig sein.

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