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Georg Brunner, Sprecher der Bürgerinitiative „B301 - Zeit für Vernunft“, ist gegen eine Ortsumfahrung Rudelzhausens.

Initiative gibt sich nicht 

B301-Umfahrung: Unterschriften für neues Bürgerbegehren gesammelt

Nach dem Aus für das Bürgerbegehren zur Rudelzhausener B301-Ortsumfahrung startet die Bürgerinitiative einen neuen Anlauf - für ein neu formuliertes Begehren.

Rudelzhausen – Nachdem die Rudelzhausener Gemeinderäte kürzlich das eingereichte Bürgerbegehren abgelehnt hatten (wir haben berichtet), startet die Bürgerinitiative (BI) „B301 – Zeit für Vernunft“ einen neuen Versuch. Die Mitglieder nutzten die vergangenen Wochen, um erneut Unterschriften zu sammeln. „Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Rudelzhausen ihre Bemühungen für die Realisierung einer B301-Umfahrung um die Ortschaft Rudelzhausen einstellt?“, lautet die neue Fragestellung, mit der die BI an die Gemeindebürger herangetreten war.

Am Montag wurde das alte Bürgerbegehren zurückgenommen und die Unterschriftenliste für ein neues Bürgerbegehren im Rathaus abgegeben. „Innerhalb von sechs Tagen haben wir 480 Unterschriften gesammelt“, erklärte BI-Sprecher Georg Brunner in einer Stellungnahme. Benötigt würden eigentlich nur 270 gültige Unterschriften. Bürgermeister Konrad Schickaneder signalisierte der BI, dass bereits in der kommenden Gremiumssitzung Anfang August über die Zulassung abgestimmt werden solle.

Kritik an Gemeinderäten geübt

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Warum es vor wenigen Wochen zur Ablehnung kam, darüber hat sich auch der BI-Sprecher seine Gedanken gemacht. „Aus unserer Sicht waren es die recherchierten ‚Fachkenntnisse‘ einiger redegewandter Räte, die wohl zur Verwirrung beitrugen, um ein bis zwei Stimmen für eigene Interessen zu gewinnen.“ Kritik übte Brunner auch an weiteren Gemeinderäten. Diese hätten bereits früh die mögliche Problematik der zweifelhaften Fragestellung erkannt, sahen sich dem Sprecher zufolge jedoch nicht in der Pflicht, die Bürger darüber zu informieren. „Nach wie vor sehen wir keinen berechtigten Grund, die ursprüngliche Fragestellung anzuzweifeln. Die Unkenntnis ist wohl auf der anderen Seite zuhause. Jedermann ist in der Lage, zu erkennen, was von uns beabsichtigt ist: einzig und allein die Meinung der Bürger offenzulegen.“

BI will sich Wahlbeteiligung der Bundestagswahl zunutze machen

Um den ursprünglichen Termin für die Abstimmung jedoch nicht zu gefährden, habe sich die Initiative bewusst dazu entschieden, neue Unterschriften zu sammeln. „Eine Anfechtung der alten Fragestellung kann Zeit kosten. Es ist in unserem Sinne, die Wahlbeteiligung der Bundestagswahlen auszunützen, um ein möglichst großes Stimmungsbild zu erhalten“, so Brunner. Ihm sei natürlich bewusst, dass nicht jeder dieses Interesse teile. Deshalb empfehle er den Bürgern eindringlich, „genau hinzusehen und auch Hintergründe nicht außer Acht zu lassen.“

Anna Schledzinski

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