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Rudelzhausen erstrahlt bald komplett in LED: „Billiger werden wir es nicht mehr bekommen“

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Das Bild zeigt Energiespar-Straßenlampen.
Weniger Stromverbrauch, intelligentere Lichtsteuerung und auch noch insektenfreundlich: Rudelzhausens Gemeinderäte bekamen diverse Argumente präsentiert, die bei der Straßenbeleuchtung für eine Umstellung auf LED-Lampen sprechen. © Symbolbild/Archiv: Klaus Haag

Die komplette Rudelzhausener Straßenbeleuchtung auf LED umzurüsten,
kostet rund 83 000 Euro. Im Gemeinderat herrschte dazu jetzt eine eindeutige Meinung.

Rudelzhausen – Bevor der Grundsatzbeschluss des Gemeinderats Rudelzhausen über die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED zur Abstimmung kam, gab es zunächst einmal eine Präsentation von Robert Dallmayr, Angehöriger der Bayernwerk Netz GmbH. Darin wies der Fachmann auch auf die aktuell besonders interessante staatliche Förderung hin. Von den insgesamt 83 000 Euro Gesamtkosten seien demnach 76 000 Euro förderfähig. Wenn der Antrag noch in diesem Jahr gestellt werde, dann gebe es einen „erhöhten Zuschuss von 30 statt wie zuletzt 20 Prozent der förderfähigen Kosten“, erklärte der Berater. Und er fügte hinzu, dass es im kommenden Jahr vielleicht nur noch 25 Prozent sein werden.

Die Vorteile

Die Genehmigung dauert Dallmayr zufolge immer fünf bis sechs Monate. Mit dem Umbau könne man erst danach, im neuen Jahr beginnen. Das Gute daran sei, dass für die Kommune zehn Jahre lang „keine weiteren Kosten anfallen“. Die Wartung sei mit inbegriffen. Technisch sei vieles möglich, die Bandbreite sei vielfältig. Sowohl pilzförmige Leuchten als auch zylinderförmige Laternen seien denkbar. Außerdem müsse die Gemeinde nicht zwingend Eigentümer der Straßenbeleuchtung sein. „Wir als Bayernwerk sind weiterhin der Eigentümer“, stellte Dallmayr klar. Ausschließlich die Verfügungsgewalt liege bei der Gemeinde. „Den Antrag stellen wir, das Umsetzungskonzept wird gemeinsam erarbeitet“, konkretisierte der Berater das Prozedere.

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Der Status quo

Zum Status quo des Verbrauchs erläuterte er, dass die 355 Straßenleuchten über eine Brenndauer von 4050 Stunden im Jahr 50 000 Kilowattstunden Strom verbrauchen würden. Einer der Vorteile von LED-Leuchten sei unter anderem der, dass man die Brennstellen in der Nacht abdunkeln, also quasi dimmen könne, was den Stromverbrauch noch zusätzlich verringere.

Die Diskusssion

Im Rat stellte sich indes die Frage, wie es bei LED-Leuchten mit dem Insektenschutz aussieht. Robert Dallmayr antwortete, dass die warm-weiße LED-Lichtfarbe am insektenfreundlichsten sei. Robert Forster (CSU) wollte noch wissen, inwieweit die Absenkung in der Nacht „beliebig“ sei. Dallmayr antwortete, die Reduktion betrage bis zu 50 Prozent, über sieben Stunden in der Nacht. Zur ebenfalls angefragten Blendwirkung erklärte der Experte, dass man das von Fall zu Fall anschauen müssen.

Der Beschluss

Am Ende der Debatte plädierte Bürgermeister Michael Krumbucher dafür, den Grundsatzbeschluss zu fassen. „Wir sollten gleich alles machen, denn billiger werden wir es nicht mehr bekommen“, war der Rathauschef überzeugt. Sein Vorschlag lautete: „Ein Umsetzungskonzept auszuarbeiten und dann den Antrag stellen.“ Das Gremium war von dem Ansinnen ebenfalls überzeugt – und votierte einstimmig für die Umrüstung. Für diese hat man bereits 60 000 Euro im Haushalt eingestellt. Aus dem Rathaus war auf FT-Anfrage zu erfahren, dass das Einsparpotenzial bei 70 bis 75 Prozent liegt.

Alexander Fischer

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