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Bürgermeisterkandidat Wieland Scheer (4. v. l.) und die Gemeinderatsbewerber der Bürgerliste Rudelzhausen wollen einen neuen kommunalpolitischen Weg einschlagen.

Bürgermeisterwahl 2020

Wieland Scheer kandidiert für Bürgerliste als Rudelzhausener Ortschef

Er verspricht eine Richtungskorrektur: Wieland Scheer kandidiert für die Bürgerliste bei der Kommunalwahl 2020 als Rudelzhausener Bürgermeister.

Rudelzhausen – Weg von altbackenen Vorstellungen und eingefahrenen Strukturen in Rudelzhausen – das ist Wieland Scheers Bestreben. Als „unbeschriebenes Blatt in der Kommunalpolitik“ bewirbt er sich als Bürgermeister. Rudelzhausen brauche frischen Wind, und er sei genau der Richtige, um diesen Wind reinzubringen, erklärte er am Mittwoch bei der Aufstellung der Bürgerliste.

Unvoreingenommen und „frei von Parteigedanken“ will Scheer einen neuen Weg einschlagen. Was allerdings nicht bedeute, die politischen Versäumnisse der vergangenen Jahre aufzuzählen, sondern die Sache sofort mit „Weitsicht, Toleranz und vor allem einem offenen Ohr für jedermann“ anzugehen, wie er im Gasthaus Kreitmair in Notzenhausen erklärte. In diesen Bereichen sehe er nämlich deutliche Defizite in der Gemeindeführung.

Scheer verspricht Richtungskorrektur

Ein besonderes Anliegen sei ihm als Vorstand des TSV Rudelzhausen die Kinder- und Jugendförderung, wo „noch sehr viel Luft nach oben“ sei. Um das Vereinsleben und das Zusammenkommen weiter zu fördern, träume er von einem gemeinsamen Sport- und Jugendzentrum. Wichtig sei außerdem der Hochwasserschutz sowie die Sanierung von Straßen und Wegen in der Gemeinde. Diese Vorhaben seien aber kostspielig, weswegen Scheer feststellen musste: „Ohne Moos nix los“. 

Die nötigen Mittel will er durch ein aktives Werben um Gewerbeansiedlungen beschaffen. Außerdem möchte er sich für die Attraktivität der Gemeinde, die Verbesserung der Infrastruktur und die Unterstützung beim privaten Wohnungsbau einsetzen. Er stellte allerdings klar: „Ein neuer Bürgermeister kann das Schiff nicht von heute auf morgen um 180 Grad drehen“. Eine Richtungskorrektur könne er aber sehr wohl vornehmen.

Die Gemeinderatskandidaten der Bürgerliste Rudelzhausen

Die Bürgerliste stellte am Mittwochabend auch ihre Gemeinderatskandidaten vor: Nach Scheer, der die ersten beiden Plätze belegt, ist auf Platz 3 und 4 Seniorenreferent Norbert Koschyk zu finden. Er kritisierte, dass in Teilen der Gemeinde immer noch um Breitbandanschluss gerungen werde. Ihm folgt Marcel André Mischkl, der wie Scheer die Gewerbeansiedlung vorantreiben möchte. Die Bürger sollten auch in Rudelzhausen die Chance auf Arbeitsplätze haben, um ortsnah arbeiten zu können. Position 7 und 8 besetzt Nicole Gabriel. Sie will sich besonders für die Kinderversorgung einsetzen. Die Listenplätze 9 und 10 gehören Agrarwissenschaftsstudent Christoph Obermaier. Er fordert neue Einkaufs- und Fördermöglichkeiten, „damit die Leute gerne dableiben“. Sonja Ronge-Mikschl (Platz 11) möchte das „Miteinander“ wieder stärken. An zwölfter Stelle steht Georg Stiglmayr, der seine Erfahrung in der Energieversorgung einbringen möchte.

Die jüngste Kandidatin, Christina Dietl (19), will sich auf Platz 13 für Digitalisierung einsetzen. Platz 14 belegt Jürgen Chitralla. Er forderte Konzepte für Mobilität, nicht nur wegen des Klimawandels, sondern auch wegen der alternden Gesellschaft. Auf Platz 15 steht Tobias Höer, der in Rudelzhausen sehr viel Energiesparpotenzial sieht. An letzter Stelle (16) steht Religionspädagogin Berit Chitralla. Ihr liegt der Hochwasserschutz besonders am Herzen.

Aylin Yilmaz

Alle Infos über die Kommunalwahl 2020 in allen Gemeinden finden Sie in unserem großen Überblicks-Artikel.

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