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Obwohl erst im Januar angeschafft, legte die Feuerwehr Enzelhausen mit ihrem neuen, gebrauchten Sprinter (l.) bereits 953 Kilometer zurück.

Mehrzweckfahrzeug gesegnet

FFW Enzelhausen erweitert Furhpark: Vor allem die Jugend profitiert

Fast 1000 Kilometer hat die FFW Enzelhausen schon auf ihr neues Mehrzweckfahrzeug gefahren - die Segnung des Sprinters war also überfällig. Am Sonntag wurde nun gefeiert.

Rudelzhausen – Seit 2010 hat die Feuerwehr Enzelhausen ein „Mittleres Löschfahrzeug“ (MLF), seit Januar bereichert auch ein Mehrzweckfahrzeug (MZF) den Fuhrpark. Letzteres, mit dem vor allem Personal und sperrige Güter transportiert werden können, hat sich bestens bewährt. Insgesamt 953 Kilometer hat „Florian Enzelhausen 11/1“, wie der Wagen im Funkverkehr heißt, seit der Anschaffung im Januar zurückgelegt. Im Vergleich dazu brachte es das Löschfahrzeug im gesamten Jahr 2016 „nur“ auf 528 Kilometer.

Genügend Gründe also, um das Fahrzeug nach neun Monaten auch mal gebührend einzuweihen. Bei der Segnungsfeier am Sonntagvormittag freuten sich daher Kommandant Karl Strauß und der Vorsitzende des Fördervereins, Erwin Traublinger, dass neben dem Kreiskommando und großen Abordnungen benachbarter Abschnitts-Wehren auch die Bevölkerung vorbeischaute.

Finanzierung wurde gemeinsam mit Sponsoren und Förderern gestemmt

Der Kommandant berichtete zunächst vom Vorlauf der Neuanschaffung und die Überlegungen: Welche Art, welche Größe und vor allem neu oder gebraucht? Ein gebrauchter Sprinter wurde nach ausgiebiger Probefahrt schließlich für gut befunden, entsprechend umgebaut und Feuerwehr-tauglich gemacht. Im Gerätehaus wurde auch ein Plätzchen für den Neuen gefunden, wo er nun Seite an Seite mit dem Löschfahrzeug für jegliche Einsätze parat steht. Vor allem der Jugendarbeit komme der Sprinter sehr zu Gute, betonte Strauß.

Weihwasser auf die Motorhaube: Ab sofort ist das neue Mehrzweckfahrzeug mit geistlichem Segen unterwegs.


Insgesamt 22.000 Euro habe man sich die Investition kosten lassen, ließ Erwin Traublinger Zahlen sprechen. Für die Normbeladung und funktechnische Ausstattung seien von der Gemeinde rund 5000 Euro geflossen. Bei der restlichen Summe hätten Sponsoren und Förderer ihr Schärflein beigetragen, nicht zuletzt der Förderverein, der etwa Erlöse von Festen oder Fußball-Übertragungen bei WM und EM beigesteuert habe.

Die Gemeinde übernimmt den jährlichen Unterhalt

Weil der Verein jung und die Kasse klein sei, habe man sich für ein gebrauchtes Fahrzeug entschieden, so Traublinger: „Für uns ist es wie neu.“

Auch Kreisbrandrat Manfred Danner gratulierte der Wehr zur Neuanschaffung eines weiteren Staffelfahrzeugs. Die Jugendarbeit sei oft der größte Nutznießer einer derartigen Investition, weshalb Danner die Gelder gut angelegt sah: „Was hilft das modernste Fahrzeug, wenn keine Leute mehr da sind?“ Ins selbe Horn stieß Bürgermeister Konrad Schickaneder, der darauf hinwies, dass die Gemeinde mit den 1000 Euro Unterhaltskosten jährlich ihren Beitrag leiste. Nach den Worten folgten Fürbitten von Pater Dariusz, garniert mit Weihwasserspritzern auf das MZF sowie Weißbier und Weißwurst bei der anschließenden Feier in der Gerätehalle.

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