Von einer ins Wasser springenden Person sind nur noch die Beine zu sehen
+
Ob wegen der Sanierung des Tegernbacher Freibads eine Öffnung in der Saison 2022 noch realistisch ist, steht derzeit in den Sternen. (Symbolfoto)

Gemeinderat Rudelzhausen diskutiert Vorgehen

Ist die Saison 2022 noch zu retten? Debatte um Freibad-Sanierung in Tegernbach geht weiter

Die Kosten für Tegernbachs Freibad-Sanierung drohen aus dem Ruder zu laufen - vor allem wegen eines separaten Technikgebäudes. Das kommt nun auf den Prüfstand.

Rudelzhausen – Im Gemeinderat von Rudelzhausen war zuletzt von einer Kostenexplosion und im Zuge dessen auch schon von einem Plan B, sprich von Alternativen bezüglich der Sanierung des beliebten Freibads in Tegernbach, die Rede. Statt der ursprünglich angenommenen 1,7 Millionen Euro ist aufgrund von gestiegenen Kosten für Baumeisterarbeiten und dergleichen mehr aktuell mit 2,15 Millionen Euro zu rechnen. Auf Initiative aus dem Gemeinderat hat man daher jüngst bei einem Ortstermin ein zweites Planungsbüro zurate gezogen. Das halbe Gremium und auch Bürgermeister Michael Krumbucher hatten daran teilgenommen. Die Ortseinsicht hatte nun ein Nachspiel.

Wie Krumbucher in der jüngsten Sitzung angesichts „einer Kostensteigerung von 50 Prozent“ einräumte, habe die Vergabe nicht so funktioniert, wie man sich das vorgestellt hat. Deshalb gelte es jetzt, die Gewerke, die noch nicht fest vergeben worden seien, noch einmal zu prüfen. Das soll Gegenstand der September-Sitzung sein, wie der Rathauschef ankündigte. Dann will man auch die alternativen Pläne zu besagtem Technikgebäude vorstellen.

Sanierungs-Fortschritt ungewiss

Nach dem Ortstermin war unter anderem eine Containerlösung im Gespräch. Auch den alten Technikraum entsprechend aufzurüsten, wäre nach Einschätzung von Gemeinderat Georg Brunner (FW) eine mögliche Lösung, um die Kosten noch in den Griff zu bekommen. Brunner war einer der Initiatoren des Ortstermins. Wie er prognostizierte, könne man sich mit dem sogenannten Plan B gut 600.000 Euro sparen.

Geld allein ist es aber nicht, das für die vielen Freibadfans in und um Tegernbach zählt. Eine nicht unerhebliche Rolle bei den bisher geführten Krisengesprächen spielte auch immer, ob das Bad im Zuge der Sanierung kommendes Jahr geschlossen bleibt. Die Befürworter einer Alternativlösung hoffen, die Badesaison 2022 noch retten zu können.

Die Skeptiker, zu denen sich gezwungenermaßen auch Krumbucher zählt, glauben indes, dass das zeitlich nicht zu schaffen sein wird. Auf erneute FT-Anfrage erklärte der Rathauschef jetzt, dass man erst im März kommenden Jahres mit den drei bis fünf Monate dauernden Sanierungsarbeiten beginnen könne. Dass es da eng werde für die kommende Badesaison, lässt sich laut Krumbucher denken. Dass er ein Gegner einer zeitnahen Öffnung und einer entsprechend getakteten Sanierung sein solle, dagegen verwehrt sich Krumbucher jedoch ausdrücklich. Er würde doch selbst liebend gerne im kommenden Jahr ins Becken springen, wiederholte der Rathauschef einen kürzlich im Tagblatt formulierten Wunsch.
Alexander Fischer

Bremse mit Gas verwechselt: Rentner kracht alkoholisiert in Waschstraße

Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem neuen, regelmäßigen Freising-Newsletter.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare