Mann sticht mehrmals auf Münchner (17) ein - Er schwebt in akuter Lebensgefahr - der Grund macht sprachlos

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„Unhaltbare Zustände“ hat das Landratsamt Freising schon im Jahr 2012 in der Wildtierrauffangstation in Hebrontshausen festgestellt.

Falsch verstandene Tierliebe

„Leiden verlängert“: Freisinger Wildtierhalter verliert Lizenz – und Prozess

Im Tierschutzkrimi von Hebrontshausen ging es am Mittwoch vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht in München in die nächste Runde. Denn dem Betreiber der dortigen Wildtierauffangstation, Wolfgang Waschkowski, wurde nach neueren Vorkommnissen die Erlaubnis zur Wildtierpflege komplett entzogen. Dagegen hatte der Physiker Klage erhoben.

Landkreis/München –„Hier werden Leiden verlängert.“ Mit diesem Satz umriss Ingo Schwarz vom Landratsamt Freising das Hauptproblem, das die Behörde mit Wolfgang Waschkowskis Wildtierauffangsstation in Hebrontshausen (Gemeinde Rudelzhausen) hat. Vögel mit gebrochenen Flügeln, zu kleine Volieren, abgemagerte und von Parasiten befallene Tiere: Das Bild, das die Mitarbeiter des Landratsamts von den Haltungsbedingungen in Waschkowskis Station zeichnen, ist das einer falsch verstandenen Tierliebe.

Zum Prozess war der Physiker nicht persönlich erschienen. Er ließ seinen Anwalt ein ärztliches Attest vorlegen. Das passe gut zum Gesamtbild, so Schwarz. Waschkowski würde nur kooperieren, wenn er durch Bescheide gezwungen werde. Er denke, er könne den Zustand der Tiere besser beurteilen als die Ärzte, und hätte deshalb auch dringende Behandlungen nicht durchführen lassen. Die Behörden haben mittlerweile alle Tiere aus seiner Obhut entfernt. Einige von ihnen konnten ausgewildert werden, andere mussten wegen ihres schlechten Zustands getötet werden.

In der Station lag ein Mäusebussard mit gebrochenem Fuß - nur ein Beispiel

Die Rettung eines abgemagerten und von unzähligen Parasiten befallenen Steinmarders, der starke Verhaltensstörungen aufwies, war dann der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte: Die Behörde entzog dem Physiker die Erlaubnis, die Station weiter zu betreiben. „Stellen Sie sich vor, Sie hätten sich mehrfach das Knie gebrochen, und es wäre so schlecht verheilt, dass Ihr eines Bein jetzt viel kürzer ist als das andere. Und Ihr gebrochener Arm wäre wegen der fehlenden Behandlung dauerhaft nach hinten gedreht – so erging es zum Beispiel einem Mäusebussard“, sagte Schwarz. „Ich weiß nicht, ob man da davon reden kann, dass man Tieren noch ,eine Zeit schenkt’, so wie es Herr Waschkowski tut.“ Anders als Menschen könnten sich Tiere eben nicht entscheiden, sterben zu wollen, sie würden immer versuchen zu überleben.

Trotz jahrelanger Gespräche und Prozesse hätte sich nichts geändert, sagte Schwarz. Deshalb sei die Behörde jetzt endgültig eingeschritten. Waschkowski hingegen hatte sich „ein langsames Auslaufen“ gewünscht, dass sich die Existenz der Auffangstation „auf natürliche Weise erledigt, wenn die Tiere sich vom Leben verabschieden“, wie sein Anwalt zu Protokoll gab. Und keinen plötzlichen und kompletten Entzug der Haltererlaubnis. Um die zurückzuerhalten, war der Physiker gegen den Freistaat vor Gericht gegangen. Erfolglos – das Gericht wies seine Klage ab.

Julia Traut

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