Eine Tachoanzeige
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Rasende Verkehrsteilnehmer will die Gemeinde Rudelzhausen künftig mit diversen Tempo-Messgeräten entgegentreten.

Gemeinde plant mit 30.000 Euro Kosten

Mit Tempo-Messgeräten gegen Raser: Rudelzhausen plant elf dauerhafte Standorte

Wie lässt sich Raserei wirksam bekämpfen? Die Gemeinde Rudelzhausen setzt jetzt auf elf Geräte zum Messen der Geschwindigkeit. Und es könnten noch mehr werden.

Rudelzhausen – Rasern wird der Kampf angesagt: Die Gemeinde Rudelzhausen will flächendeckend Geschwindigkeitsmessgeräte aufstellen. Das lässt man sich gut 30.000 Euro kosten. Insgesamt sollen es elf Standorte sein, wie Bürgermeister Michael Krumbucher im Gemeinderat erklärte. Platzieren will man die Geräte an neuralgischen Stellen: an Ortsein- und Ausgängen, sowie an Strecken, an denen gerne einmal zu schnell gefahren wird. Die Anschaffung war im Rat unstrittig. Die Mittel in Höhe von 30 000 Euro seien laut Krumbucher im kürzlich verabschiedeten Haushalt bereits vorgesehen.

Eine Debatte gab es aber dennoch. Einigen im Gemeinderat gingen die Maßnahmen nicht weit genug. Walter Paul (FW) etwa warf die Frage auf, ob die Geräte denn auch „scharf“ seien. Krumbucher stellte klar, dass es sich bei den Geschwindigkeitsmessgeräten um die üblichen Anzeigen mit „Smileys“ oder um solche handle, die mit Zahlen darauf aufmerksam machen würden, ob und wie viel zu schnell gefahren werde. Der Gemeinde gehe es quasi darum, die Autofahrerinnen und Autofahrer auf charmante Art auf überhöhte Geschwindigkeiten hinzuweisen, gab Krumbucher zu verstehen.

„Blitzer sieht man ja schon vor Weitem“

Dass das funktioniert, diese Meinung vertrat Wieland Scheer (BLR). „Die bringen etwas, das ist definitiv so“, erklärte er. In der Regel werde man aufmerksamer, wenn man mit der gefahrenen Geschwindigkeit konfrontiert werde, urteilte Scheer. Dass das Tempomessen nicht immer helfe, das machte hingegen Nicole Gabriel (BLR) deutlich. Sie bezog sich auf die Situation am Ortseingang von Rudelzhausen, wo sogar Lkw zu schnell fahren würden. Dem Einwand von Krumbucher, dass dort bisweilen geblitzt werde, hielt sie entgegen, dass man „den Blitzer ja schon von Weitem sieht“.

An diesen elf Standorten in der Gemeinde Rudelzhausen sollen Tempomessgeräte installiert werden.

Auch anderen wie Ingeborg Müller (CSU) reichten die ausgewählten Standorte nicht, oder sie plädierten für alternative Plätze, an denen die Geräte aufzustellen seien. In Bergmühle am Ortsausgang müsste man sie fast auf beiden Seiten installieren, schlug Müller vor. Krumbucher gab zu bedenken, dass man noch eine Vielzahl von Stellen in Betracht ziehen könne. Erst einmal gelte es aber, die Anzahl der Geräte zu begrenzen. Man habe schon 16 Geräte in Betracht gezogen. Seiner Meinung nach sollten es für den Anfang aber nicht mehr als zwölf oder 13 sein. Über die Menge könne man immer noch entscheiden, wenn klar sei, wie viel die Geräte am Ende wirklich kosten. Er rechne mit etwa 2500 Euro pro Stück. Außerdem verwies der Rathauschef auf zwei mobile Geräte, über die die Gemeinde bereits verfüge. Diese seien flexibel einsetzbar. Man könne also immer noch „nachjustieren“, machte Krumbucher deutlich. Am Ende stimmten dem Vorschlag der Verwaltung alle zu.

Wie Geschäftsleiter Lorenz Söckler auf Anfrage mitteilte, gelte es jetzt, entsprechende Angebote bei den Herstellern einzuholen. Aktuell sei noch nicht klar, welche Art von Geräten es sein sollen. Jene mit Smileys oder etwa mit Rot-Grün-Anzeige: Das komme auch und gerade auf den Preis an.
Alexander Fischer

Auf seinen Spielplätzen will der Markt Au/Hallertau künftig nur noch Geräte aus recyceltem Material aufstellen. Das soll diverse Probleme lösen.

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