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Ein Meer aus Modulen: Das Foto zeigt eine Photovoltaikanlage bei Altenstadt (Kreis Weilheim-Schongau). Ähnliche Projekte sind in der Gemeinde Rudelzhausen geplant.

Großer Schritt für großes Projekt

PV-Anlagen in Niederreith fast unter Dach und Fach

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Rudelzhausen - Der Photovoltaikanlage in Niederreith steht aus Sicht der Gemeinde Rudelzhausen nichts mehr im Wege: Die Kommune und der Investor haben alle Formalitäten geklärt. Es ist nicht das einzige Solarenergie-Projekt in der Gemeinde.

13 Hektar ist die Fläche in Niederreith groß, auf der das Unternehmen OneSolar aus Eching/Weixerau Photovoltaikanlagen errichten will – und auch darf. Wie Rudelzhausens Bürgermeister Konrad Schickaneder dem FT mitteilte, sind die dafür notwendigen Planungen unter Dach und Fach.

In der zweiten Runde, in denen Träger öffentlicher Belange Stellungnahmen abgeben konnten, habe es keine Beanstandungen mehr gegeben, berichtete der Rathauschef. Zudem haben sich Gemeinde und Antragsteller auf einen Durchführungsvertrag geeinigt. Unter anderem ist darin geregelt, dass die Kosten für die Erschließungsmaßnahmen vom Investor getragen werden müssen. Auch eine Rückbauverpflichtung samt Sicherheitsbürgschaft sind in dem Vertrag verankert, wie Schickaneder berichtete: „Wenn das Unternehmen seinen Verpflichtungen nicht nachkäme, könnte die Gemeinde die Maßnahme selbst ergreifen und dabei auf die Bürgschaft zurückgreifen.“ Die Lebensdauer von PV-Anlagen werden in der Regel auf 25 Jahre geschätzt.

Für die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans (von landwirtschaftlicher Fläche zum Sondergebiet) und die Satzung für den Bebauungsplan votierte der Gemeinderat am Montagabend einstimmig. Damit fehlt für das Projekt nur noch der Segen des Landratsamts.

Noch nicht ganz so weit ist man beim Photovoltaik-Projekt „Berg Süd“. Dort findet derzeit die Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Alles dreht sich um eine Frage: Handelt es sich bei dem Areal in Berg um eine Konversionsfläche oder nicht? Nein sagt das Bergamt. Laut der Behörde könne das einstige Agrarland, auf dem anschließend Bentonit abgebaut wurde, nach entsprechender Rekultivierung der Landwirtschaft wieder zugeführt werden. Ja sagt hingegen der Bürgermeister. Denn aufgrund des Bentonitabbaus sei die Fläche belastet und nicht mehr so ohne Weiteres landwirtschaftlich zu nutzen. Nur, wenn das Gebiet als Konversionsfläche anerkannt wird, können die Solaranlagen dort gebaut werden. Nun wartet alles auf das Urteil des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Insgesamt sind in der Gemeinde Rudelzhausen auf einer Fläche von 33 Hektar PV-Anlagen geplant. Neben den Projekten Niederreith (13 Hektar) und Berg (4) gibt es noch Pläne für Oberreith (16).

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