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Rudelzhausen hat den Plänen zur Gründung einer VG mit Au eine Absage erteilt.

Beschluss rückgängig gemacht

Rudelzhausen: Absage an eine Verwaltungsgemeinschaft mit Au

Die Gemeinde Rudelzhausen macht überraschend ihre Pläne zur Gründung einer VG mit dem Markt Au rückgängig. Der Entschluss fiel nach langer Debatte.

Rudelzhausen – Die Gründung einer Verwaltungsgemeinschaft (VG) mit der Marktgemeinde Au wurde vom Rudelzhausener Gemeinderat bereits im Februar ins Auge gefasst. Auch ein Gespräch zwischen den beiden Gemeinden hatte bereits stattgefunden. Eugen Altmann, Geschäftsleiter der Zollinger VG, hatte den Markt- und Gemeinderäten erklärt, wie eine solche Gemeinschaft für beide Parteien aussehen würde. Bisher klang alles sehr positiv, man ging davon aus, dass der geplanten Vereinigung der benachbarten Gemeinden nichts im Weg stehen würde.

Das Blatt wendete sich jedoch in der Gemeinderatssitzung am Montag: Bürgermeister Konrad Schickaneder plädierte dafür, den Beschluss vom Februar aufzuheben und das Vorhaben nicht weiterzuverfolgen. Auf Nachfrage der Gemeinderäte, wieso man den gefassten Beschluss nun wieder aufheben solle, entgegnete der Bürgermeister nur: „Weil ich das möchte.“ Im weiteren Verlauf der Sitzung erklärte er, dass schon die Formulierung im Februar-Antrag nicht vertretbar gewesen sei: „Die Gemeinde strebt die Gründung einer VG mit der Marktgemeinde Au an“ sei so nicht richtig. „Die Gemeinde“ sei nicht der Gemeinderat und der Bürgermeister.

Beschluss aufgehoben

Doch nicht nur Schickaneder äußerte sich klar gegen den zu Beginn des Jahres gefassten Beschluss. Finanziell würde es laut Gemeinderätin Antonie Hagl (CSU) keinen Vorteil für Rudelzhausen bringen, sich mit der Nachbargemeinde zusammenzutun. Für Simon Senger (CSU) käme die Gründung einer VG einer „Eingemeindung“ nach Au gleich.

Nach weiteren Debatten wurde mit folgendem Wortlaut abgestimmt: „Der Beschluss vom 18. Februar ,die Gemeinde strebt die Gründung einer VG mit der Marktgemeinde Au an‘ wird aufgehoben. Das Thema wird vom jetzigen Gemeinderat nicht mehr weiterverfolgt.“ Die Abstimmung endete mit 9:5 – der Beschluss wurde aufgehoben.

Pascale Fuchs

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