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Die Gemeinde Rudelzhausen verfügt über 3,6 Millionen Euro an Rücklagen.

3,6 Millionen Euro Rücklagen

Schulden weiter rückläufig: Keine Diskussion über Rudelzhausener Jahresrechnung für 2020

Die Schulden sind rückläufig, die Einnahmensituation hat sich in Rudelzhausen trotz Corona wie erwartet entwickelt. An der Jahresrechnung 2020 gab es nichts auszusetzen.

Rudelzhausen – Die Verwaltung hat in der jüngsten Sitzung des Rudelzhausener Gemeinderats die Jahresrechnung 2020 vorgelegt. Bürgermeister Michael Krumbucher hielt sich nicht lange mit Details auf. Er erklärte lediglich, dass sich der Rechnungsprüfungsausschuss demnächst noch damit beschäftigen werde.

Einnahmen wie erwartet entwickelt

Anlass zur Debatte bot sich offenbar nicht. Auch deshalb nicht, weil die Jahresrechnung auf eine solide und zielgerichtete Haushaltsführung schließen lässt. Die Schulden, die aktuell bei 1,4 Millionen Euro liegen, sind weiter rückläufig. Gleichzeitig verfügt die Kommune über 3,6 Millionen Euro Rücklagen, die für zukunftsorientierte Projekte wie etwa das Glasfaserkonzept der eigens gegründeten Ortsnetz GmbH (RUOG) zur Verfügung stehen. In Summe schließt die Jahresrechnung 2020 mit 11,5 Millionen Euro ab, was einer Abweichung vom Ansatz in Höhe von 8,6 Prozent entspricht. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag zum Stichtag 31. Dezember 2020 bei 402 Euro und damit um knapp 120 Euro unter der des Vorjahres.

Wie dem Bericht zu entnehmen ist, hat sich die Einnahmensituation trotz der Corona-Pandemie insbesondere in Sachen Gewerbesteuer (1,4 Millionen Euro), beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (2,1 Millionen Euro) und in puncto anteilige Umsatzsteuereinnahmen (96 000 Euro) „in erwarteter Höhe entwickelt“. Das führt die Verwaltung auf fundierte Erwartungswerte „nach dem Vorsichtsprinzip“ zurück. So waren etwa für die Personalkosten 1,5 Millionen Euro vorgesehen. Im Ergebnis waren es aber nur knapp 1,4 Millionen Euro, was wiederum eine Ersparnis von gut 132 000 Euro darstellt.

Tiefbauarbeiten stellen mit den größten Posten dar

Auch im Bereich Bau, Wohnungswesen und Verkehr kam es laut Bericht „zu beträchtlichen Minderausgaben“, die hauptsächlich darauf zurückzuführen sind, dass nicht alle geplanten Maßnahmen zur Sanierung der Gemeindestraßen durchgeführt werden konnten. An Schlüsselzuweisungen hat die Gemeinde 726 220 Euro erhalten.

Dem Vermögenshaushalt konnte 2020 weit mehr zugeführt werden, als ursprünglich gedacht. Im Ansatz waren es gut 256 000 Euro, am Ende schlugen aber über 1,1 Millionen Euro zu Buche. Damit standen über 880 000 Euro mehr für Investitionen zur Verfügung. Mit den größten Posten in der Jahresrechnung 2020 stellten hier Tiefbauarbeiten in Höhe von knapp 700 000 Euro dar.

Nicht alles wurde rechtzeitig umgesetzt

In Summe also eine erfreuliche Entwicklung, die in verschiedenen Bereichen aber auch darauf zurückzuführen ist, dass nicht alles rechtzeitig in die Tat umgesetzt werden konnte. Als Beispiel in dem Zusammenhang ist im Bericht etwa die Modernisierung der Straßenbeleuchtung (130 000 Euro) genannt, deren Umsetzung zunächst ausblieb. Ähnliches galt für die geplante Hochwasserfreilegung und die Errichtung des neuen Regenwasserkanals in Tegernbach (222 000 Euro) oder für ein neues Fahrzeug der Ortsfeuerwehr Grafendorf (220 000), das erst in diesem Jahr ausgeliefert wird und zu bezahlen ist.

Alexander Fischer

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