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Bronze für einen, Geld für alle: Brummers Taekwondo-Sieg beschert der Abteilung eine großzügige Spende

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Bei der Spendenübergabe: (v. l.) Taekwondo-Abteilungsleiter Kevin Holzke, Karl Schapfl, Gründer und Förderer der Taekwondo-Abteilung, Bronzemedaillen-Gewinner Stefan Brummer und Bürgermeister Michael Krumbucher.
Bei der Spendenübergabe: (v. l.) Taekwondo-Abteilungsleiter Kevin Holzke, Karl Schapfl, Gründer und Förderer der Taekwondo-Abteilung, Bronzemedaillen-Gewinner Stefan Brummer und Bürgermeister Michael Krumbucher. © Fischer

Stefan Brummer, Teakwonodo-Kämpfer aus Rudelzhausen, hat es bei der Europameisterschaft aufs Treppchen geschafft. Das bescherte der Abteilung nun eine Spende.

Rudelzhausen – Der Teakwondo-Kämpfer des TSV Rudelhausen, Stefan Brummer, hat bei der Europameisterschaft in Portugal eine Bronzemedaille errungen. Eine große Ehre – und Grund genug für Mäzen Karl Schapfl, 2000 Euro für die Nachwuchsarbeit zu stiften.

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Weltmeister, Europameister – egal. „Was nicht ist, kann ja noch werden“, dachte sich der Gründer der Taekwondo-Abteilung des TSV Rudelzhausen, Karl Schapfl (86), als er kürzlich den Bronzemedaillen-Gewinner Stefan Brummer bei einer Mischung aus Ehrung und Spendenübergabe am Rathaus begrüßte. Das war natürlich als Scherz gedacht, wenngleich dem Spitzensportler des TSVR in Anbetracht des grandiosen Erfolgs, den Brummer zusammen mit seiner Trainingspartnerin Bärbel Reiner im November bei der Europameisterschaft in Seixal in Portugal errungen hat, noch einiges zuzutrauen ist. Abteilungsleiter Kevin Holzke lobte den Trainingsfleiß des Rudelzhausener Taekwondo-Sportlers. Noch dazu ist Brummer auch als Trainer im Verein tätig. Bürgermeister Michael Krumbucher war ebenfalls mächtig stolz einen so erfolgreichen TKD-Kämpfer in den Reihen des TSV zu wissen.

Trotz Corona-Schwierigkeiten nicht entmutigen lassen

Seit Anfang des Jahres 2021 hatte Stefan Brummer mit seiner Partnerin Bärbel Reiner vom TSV Neubiberg gezielt auf das größte europäische Turnier hintrainiert. Die Vorbereitung hatte sich pandemiebedingt nicht immer als leicht erwiesen, Trainings- und Turnierausfall waren die Regel. Die beiden Kampfsportler ließen sich jedoch nicht entmutigen. Zwei Präsenzturniere, das Bundesranglistenturnier und die Bayerische Meisterschaft, bei der die beiden Platz eins belegten, erwiesen sich als gute Grundlage. In der letzten Vorbereitungsphase nahmen die beiden noch an mehreren Bundeskaderlehrgängen teil. Die Nominierung und für die deutsche Nationalmannschaft an den Start zu gehen, empfand Brummer als große Ehre und außerordentliche Chance, um sich mit der europäischen Konkurrenz zu messen.

Brummer und Reiner gelang in ihrer stark besetzten Klasse letztlich Außerordentliches. In der Finalrunde konnten sie sich fast an der Spitze platzieren, mussten sich dann jedoch mit sehr geringem Punkteabstand den Mitstreitern aus Spanien und Italien geschlagen geben. Nach dem spannenden Finale konnten sich die beiden über eine hervorragende Bronzemedaille und damit einen Platz auf dem Siegerpodest freuen.

Spende für die Nachwuchsarbeit bestimmt

Freuen kann sich auch die Jugend der Taekwondo-Abteilung. Wie Holzke erklärte, ist die Spende von 2000 Euro überwiegend für die Nachwuchsarbeit bestimmt. Das ist ganz im Sinne von Gründervater Karl Schapfl. Die Summe sei, wie Schapfl sagte, ein Zeichen der Anerkennung für die gute Arbeit der von ihm 1975 ins Leben gerufenen Abteilung. Wohlgemerkt einer, die sich über die Jahrzehnte hinweg zu der bedeutendsten innerhalb des Vereins entwickelt habe. Wie Holzke erklärte, zählt die Taekwondo-Abteilung 120 Mitglieder. Damals, als er angefangen habe, sei das nicht vorstellbar gewesen, gab Schapfl zu bedenken.

Alexander Fischer

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