Ob das Freibad in Tegernbach im kommenden Sommer geöffnet werden kann, ist fraglich: Die beliebte Freizeiteinrichtung muss dringend saniert werden.
+
Ob das Freibad in Tegernbach im kommenden Sommer geöffnet werden kann, ist fraglich: Die beliebte Freizeiteinrichtung muss dringend saniert werden.

Sanierung dringend notwendig

Zwangspause im Tegernbacher Freibad? Suche nach alternativer Lösung für Badesaison 2022 läuft

Ob das Freibad in Tegernbach 2022 öffnen kann, ist wegen einer geplanten umfangreichen Sanierung noch völlig offen. Noch dazu sind die Kosten drastisch gestiegen. Jetzt soll ein „Plan B“ her.

Rudelzhausen – Eigentlich hätte mit der Sanierung des allseits beliebten Freibads in Tegernbach im September begonnen werden sollen. Aber, der Termin ist nicht mehr zu halten. Und, die Kosten sind explodiert – von knapp 1,7 auf aktuelle 2,15 Millionen Euro. Der Hauptgrund sind die Baumeisterarbeiten für ein kostspieliges Technikgebäude (wir haben berichtet). Was für die zahlreichen Nutzer und Freunde des Freibads aber besonders bitter erscheint: Mit der Bad-Sanierung kann frühestens im März 2022 begonnen werden – wohlgemerkt, wenn alles gut läuft. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Badesaison 2022 komplett flachfallen würde.

Für die vielen Freibadfans ein Unding. Erklärtes Ziel war es laut Georg Brunner (FW) deshalb, eine Alternative zu finden. „Wir sind auf der Suche nach einem Plan B“, sagte Brunner auf FT-Anfrage. Der könnte beispielsweise so aussehen, dass man sich das besagte Technikgebäude spart. Laut eines Planungsbüros, das man bei einer Besichtigung vor Ort zu Rate gezogen hat, könnte man den alten Technikraum nutzen oder einen Container aufstellen. Auch eine andere Edelstahltechnik für die Becken, respektive eine andere Beschichtung sei bei dem Lokaltermin im Gespräch gewesen. Damit könne man die Kosten auf 1,3 bis 1,4 Millionen Euro drücken und das Bad höchstwahrscheinlich auch nächstes Jahr öffnen, glaubt Brunner. Dass es aber nicht ganz so einfach sein wird, die neuen Pläne in die Tat umzusetzen, das räumt der FW-Gemeinderat unumwunden ein. Deshalb sagt er auch, dass der Lokaltermin, an dem auch Bürgermeister Michael Krumbucher teilgenommen hat, „rein informativ“ gewesen sei.

Das Problem bei der ganzen Sache ist nämlich, dass es schon eine Ausschreibung für die Gewerke gibt und dass es eventuell sogar zu einer Konventionalstrafe kommen kann, wenn man alles einfach auf Anfang setzt. Deshalb zeigt sich Krumbucher auch skeptisch, ob ein Plan B wirklich die vernünftigste Lösung sein kann. Dass die Kosten so stark gestiegen sind und dass das Bad vermutlich eine ganze Saison geschlossen bleiben muss, das bedauert der Rathauschef, wie er am Telefon erklärte. „Am Liebsten würde ich doch selber gerne ins Wasser hüpfen“, sagte Krumbucher zu der Badesaison 2022. Aber wenn am Ende herauskomme, dass man Schadenersatz zahlen müsse, sei auch keinem geholfen, machte der Rathauschef deutlich.

Nach dem jetzigen Stand der Dinge glaube er aber nicht, „dass wir es schaffen, das Bad nächstes Jahr aufzumachen“. Aber man werde alle Hebel in Bewegung setzen, kündigte Krumbucher an. In der nächsten Sitzung werde das Thema behandelt – nichtöffentlich, weil es ums Geld gehe. Aber er werde sich auch kurz „öffentlich dazu äußern“. versprach er.

Alexander Fischer

Freising-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Freising-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Freising – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare