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Pferd zwischen Polizisten: Mit der Idylle im kleinen Örtchen Tegernbach war es am Freitagnachmittag schlagartig vorbei, nachdem ein maskierter Räuber die Raiffeisenbank an der Auer Straße überfallen hatte.

Aktuelle Entwicklungen nach Überfall

Tegernbacher Bankraub: Polizei tappt im Dunkeln - Video noch nicht freigegeben

Der Bankräuber von Tegernbach ist weiter auf der Flucht. Die Polizei hofft nun auf weitere Hinweise - und wartet derzeit die Analyse der Videobänder ab.

Tegernbach – Heiße Spur Fehlanzeige: Auch zwei Tage nach dem bewaffneten Überfall auf eine Bank in Tegernbach (alle Infos hier im Newsblog) tappen die Ermittler weitgehend im Dunkeln. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord einräumte, verlief die Suche nach dem Täter bislang ergebnislos. 

Weder die groß angelegte Sofortfahndung mit 20 Einsatzfahrzeugen und Helikopter am Freitagnachmittag, noch die Auswertung der Zeugenaussagen und Hinweise ergaben konkrete Anhaltspunkte zum maskierten Räuber, der mit mehreren tausend Euro entkommen konnte. Auch war es laut Sprecher am Sonntag weiter unklar, ob die Bilder der Überwachungskamera relevant genug für eine Öffentlichkeitsfahndung sind.

Mit Waffe und Strumpfhose: Chronologie des Überfalls

Gegen 14.50 Uhr betritt am Freitag ein 25- bis 35-jähriger Mann die Filiale der Raiffeisenbank in Tegernbach. Es ist das einzige Kreditinstitut im Ortsteil der Gemeinde Rudelzhausen, und liegt am südwestlichen Ende des Dorfs, an der Auer Straße. Direkt hinter der Bank befindet sich eine Pferdekoppel, und einzig die vorbeifahrenden Autos stören in diesem Landstrich mit auslaufender Bebauung die idyllische Ruhe.

Fotostrecke: Bewaffneter Banküberfall in Tegernbach

Mit der ist es allerdings dahin, als der 1,80 bis 1,85 Meter große Mann in der Filiale steht. Mit über den Kopf gezogener Strumpfhose und Faustfeuerwaffe in der Hand trifft der Räuber auf den 53-jährigen Filialleiter – und konfrontiert diesen mit seiner Forderung: Bargeld! Es sind einige tausend Euro, die der Ganove in seinen schwarzen Jutesack packt, dann flüchtet er zu Fuß in Richtung Norden.

Unten Straßensperren in alle Richtungen, oben der Helikopter

Nur wenige Minuten später ist die alarmierte Polizei der Inspektion Moosburg vor Ort, auch Kriminalbeamte in Zivil treffen am Tatort ein. Umgehend werden Straßensperren errichtet, so etwa an den Ortsausgängen in Au, Hausmehring und Rudelzhausen, wo alle vorbeifahrenden Autos überprüft werden. Gleichzeitig dreht ein Polizeihubschrauber über Tegernbach seine Runden, um die Gegend aus der Luft abzusuchen.

Inzwischen werden die wenigen Zeugen befragt. So etwa ein Mann, der unmittelbar zur Tatzeit mit dem Fahrrad vorbeifuhr, jedoch aus der Situation nicht erkannt haben will, dass es sich um einen Überfall handelt. Die Ermittler protokollieren auch die Aussage einer Frau aus Tegernbach, die den Beamten berichtet, in den vergangenen Tagen etwas Auffälliges bemerkt zu haben.

Überraschung für ahnungslose Bankkunden

Währenddessen rollen immer wieder Fahrzeuge von ahnungslosen Kunden auf den Hof der Bank – sie müssen jedoch unverrichteter Dinge wieder umkehren. Ein paar Fußgänger und eine Reiterin mit ihrem Pferd kommen vorbei, es herrscht Ruhe am Tatort – einzig die enorme Polizeipräsenz passt nicht ins Bild eines Freitagnachmittags in Tegernbach. Gegen 17.30 Uhr erklärt die Polizei die Fahndung vor Ort für beendet – ergebnislos

Aufruf der Polizei an die Bevölkerung

Sachdienliche Hinweise nimmt auch weiterhin die Kriminalpolizei Erding unter Tel. (08122) 9860 entgegen.

Martin Hellerbrand und Armin Forster

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