Das Bild zeigt den Spielplatz in Tegernbach, der „praktisch aus einer Rutsche“ besteht.
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„Problemfall“: Jugendreferentin Nicole Gabriel kritisiert, dass der Spielplatz in Tegernbach „praktisch aus einer Rutsche“ besteht.

Referentin kritisiert Zustand

Zu wenig Attraktionen auf den Spielplätzen in Rudelzhausen

Die Gemeinde Rudelzhausen hat eine Kinderspielplatzsatzung beschlossen. Die Jugendreferentin stimmte allerdings dagegen.

Rudelzhausen – Die Gemeinde Rudelzhausen hat eine Kinderspielplatzsatzung beschlossen. Die Jugendreferentin stimmte allerdings dagegen: Erst einmal müssten andere Hausaufgaben erledigt werden. Die Kritik war deutlich und unmissverständlich. „Erst wenn alle Spielplätze den Namen auch verdient haben“, könne sie der Satzung zustimmen, machte Nicole Gabriel (BL), Referentin für Jugend, Senioren und Soziales im Gemeinderat deutlich. Als Negativbeispiel nannte sie den Spielplatz in Tegernbach. Dort würden die Kinder schon seit einem dreiviertel Jahr auf neue Spielgeräte warten. „Das ist nicht akzeptabel! Die Gemeinde sollte erst ihre Hausaufgaben machen“, forderte Gabriel kurz vor der Abstimmung über die Spielplatzsatzung.

Kritik gelassen genommen

Bürgermeister Michael Krumbucher nahm die Kritik gelassen. „Gut, danke!“ sagte er in Richtung Gabriel. Verhindern konnte die Jugendreferentin die Spielplatzsatzung ohnehin nicht. Sie war die Einzige im Gremium, die gegen den Vorschlag der Verwaltung stimmte. Im Grundsatz ist die Spielplatzsatzung auf Verhaltensregeln wie ein Alkohol- oder ein Befahrungsverbot ausgelegt. Auch ein Verbot der Mitnahme von gefährlichen Gegenständen ist darin enthalten. Die Verwaltung wies auf eine Mustervorlage hin, die auf die Durchsetzung der Regelungen mittels Sanktionierung von Verstößen abzielt.

Ablehnende Haltung

Auf FT-Anfrage erläuterte die Jugendreferentin ihre ablehnende Haltung. Vor allem den Spielplatz in Tegernbach hält sie für einen „Problemfall“. Der bestehe „praktisch aus einer Rutsche“. Ein Unding, gerade in Corona-Zeiten, in denen die Kids nicht mal in den Kindergarten gehen konnten, findet sie. Das Komische daran ist Gabriel zufolge, „dass die Spielgeräte bereits seit März da sind, aber man sie noch nicht aufgebaut hat“.

Nachholbedarf

Laut Gabriel handelt es sich etwa um einem Spielturm, eine Schaukel und ein Rondell. Die Kinder würden sehnsüchtig darauf warten. Nachholbedarf besteht ihr zufolge auch noch bei den drei Spiel-plätzen in Rudelzhausen. Dort würden ebenfalls noch Spielgeräte fehlen. Das dauere einfach zu lange – so wie in Hebrontshausen. Der Spielplatz dort sei zwar jetzt neu gemacht und auch gut bestückt, aber man habe immerhin eineinhalb Jahre dafür gebraucht.

Der Zeitplan

Krumbucher bat auf Nachfrage um Verständnis. Der Aufbau der Spielgeräte, für die man jüngst
50 000 Euro in die Hand genommen habe, sei für den Bauhof „zusätzliche Arbeit“. So sei man zur Zeit etwa mit der Freibadpflege und Mäharbeiten beschäftigt. „Wir sind dabei, eines nach dem anderen zu machen,“ erklärte der Rathauschef. Ziel sei es, jedes Jahr einen Spielplatz komplett fertigzustellen. Als nächstes steht demnach der Spielplatz in Tegernbach an. „Wir schauen, dass dort so bald wie möglich alles installiert ist“, stellte Krumbucher in Aussicht.

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Alexander Fischer

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