Miinisterpräsident Horst Seehofer hat die Türe wieder weit für das G9 geöffnet.

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Rückkehr zum G9: Das sagen die Freisinger Abgeordneten

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Landkreis - Vorwärts in die Vergangenheit: Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will zum G 9 zurückkehren. Doch nicht alle Heimatabgeordneten stimmen dem vorbehaltlos zu. Ausgerechnet CSU-Fraktionsmitglied Florian Herrmann sieht noch Klärungsbedarf.

Florian Herrmann (CSU)

Ministerpräsident Horst Seehofer will offenbar so schnell wie möglich zum G 9 zurück. Zuvor aber muss er auch in der eigenen Fraktion noch Überzeugungsarbeit leisten – etwa beim Landtagsabgeordneten Florian Herrmann. „Wir brauchen keine Parolen, sondern durchdachte Entscheidungen“, sagte der Freisinger dem FT. Etliche Parameter würden dabei eine Rolle spielen. Bei der Entscheidung dürften nicht nur Ballungsräume berücksichtigt werden, sondern auch der ländliche Raum. Relevant sei auch, welche baulichen Maßnahmen dann auf die Kommunen zukämen. Nicht zuletzt müssten auch die Lehrpläne stimmen, wie Herrmann betont. „Denn es geht um die Qualität des bayerischen Gymnasiums.“ Er selbst habe daher noch keine endgültige Meinung. „Richtschnur muss das Kindeswohl sein.“

Christian Magerl, Landtagsabgeordneter der Grünen, würde eine Rückkehr zum G 9 begrüßen: „Das ist die richtige Entscheidung.“ Schüler, Eltern, Lehrer – keiner sei mit dem G 8 zufrieden gewesen. Denn: Der Druck auf die Kinder sei viel zu groß, sagt Magerl. „Da fehlt die Zeit für die Persönlichkeitsentwicklung.“

Geht es nach Magerl, muss das G 9 nicht schon im Herbst kommen: „Grundsätzlich geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Es geht schließlich um zigtausende Jugendliche, die die Änderungen betreffen.“ Die CSU korrigiere jetzt den Fehler von Edmund Stoiber, der Ministerpräsident war, als das G 8 im Jahr 2003 eingeführt worden war.

Benno Zierer (FW)

So sieht das auch MdL Benno Zierer (FW), der allerdings keine Eigeninitiative der Staatsregierung sieht: „Da ist der Druck der Eltern, Lehrerverbände und auch der Opposition zu groß geworden.“ Man freue sich natürlich über die Entscheidung – die Optimallösung wäre für Zierer aber, dass größere Gymnasien eine Wahloption anböten. Gute Schüler könnte man so weiter fördern. Die Schulleiter müssten im Vorfeld aber unbedingt miteinbezogen werden. Denn: „Es ist der Staatsregierung zuzutrauen, dass sie es, wie beim G 8, wieder unüberlegt macht.“

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