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Zu einem schweren Unfall ist es in Freising gekommen: Ein Krankenwagen krachte mit einem Stadtbus zusammen. Dabei verletzte sich ein Notarzt offenbar schwer.

Bei Blaulichtfahrt

Stadtbus kracht in Sanka - Notarzt schwer verletzt

Freising - Der Freisinger Karwendelring glich am Freitagnachmittag einem Schlachtfeld: Ein Stadtbus war mit einem Sanka kollidiert, der durch die Wucht des Aufpralls umkippte.

Der Notarzt wurde – genauso wie der Patient mit Verdacht auf Herzinfarkt, den er an Bord betreute – schwer verletzt. Wie es genau zu dem Unfall kam, muss ein Gutachter klären.

Die komplette Frontschürze des Stadtbusses zerstört, genauso der gesamte vordere Teil eines Opel. Medizinisches Equipment ist sowohl auf der Straße als auch auf dem Gehweg verteilt. Ein Sanka liegt auf der Seite. Auf der Fahrbahn schillern Ölspuren. Mehrere Verletzte müssen ins Klinikum Freising transportiert werden.

Der genaue Hergang des verheerenden Unfalls auf dem Karwendelring war am Freitag noch nicht geklärt. Allerdings steht fest: Der Sanka, der mit Blaulicht und Martinshorn in Richtung Freisinger Klinikum fuhr, war auf dem Karwendelring aus Richtung Deula gekommen. Ein Stadtbus – er hatte Grün – war von der Eichenfeldsiedlung kommend auf der Haindlfinger Straße stadteinwärts unterwegs. Dabei übersah der Fahrer den Rettungswagen und krachte laut Polizei mit voller Wucht in die Seite des Einsatzfahrzeugs – mit schlimmen Folgen: Der Bus traf die Seitenwand genau an der Stelle, an der der Arzt im Innenraum saß und einen Patienten versorgte. Die deformierte Bordwand traf ihn mit voller Wucht. Der Stuhl, auf dem er saß, wurde aus der Verankerung gerissen, der Sanka kippte um. Der Mediziner und der Patient mussten mit schweren Verletzungen per Hubschrauber ins Klinikum gebracht werden. Letzterer sogar nach Augsburg.

Bei dem Unfall wurde auch noch ein Pkw getroffen. Die Fahrerin stand später unter Schock, ebenso der Busfahrer. Sie konnten beide nichts zum Unfallhergang sagen. Ernsthafte Verletzungen hätten sie aber nicht davongetragen, hieß es am Freitag.

Gutachter soll den Unfallhergang klären

Nach der Versorgung aller Verletzten begann das große Aufräumen. Nachdem die Feuerwehren und das BRK gegen 15.15 Uhr abgerückt waren, trafen um 16 Uhr der Gutachter und der Abschleppdienst ein. Der Gutachterbericht soll Aufschluss über den genauen Unfallhergang geben. Die Aufräumarbeiten dauerten noch bis zum frühen Abend an. Im Einsatz waren neben Feuerwehr, Rotem Kreuz und Polizei auch zwei Hubschrauber. Die Straßen waren in diesem Zeitraum im Kreuzungsbereich für den Verkehr komplett gesperrt.

Anton Hirschfeld

Bilder: Stadtbus kracht in Santa

Bilder: Stadtbus kracht in Santa

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