Ursula Schablitzki (SPD)ist neue Jugendreferentinder Gemeinde Neufahrn.

Schablitzki wird neue Jugendreferentin

Neufahrn - Der Posten war seit dem Rücktritt von BfN-Gemeinderat Rudolf Hölzl Anfang März vakant. So mancher im Gemeinderat hatte in Frage gestellt, ob Neufahrn überhaupt einen Jugendreferenten braucht. In der jüngsten Sitzung meldeten aber gleich zwei Kandidaten Interesse an. Ursula Schablitzki (59, SPD) setzte sich klar gegen Norbert Manhart (Grüne) durch - in einer Wahl, die eigentlich keine war, wie Bürgermeister Franz Heilmeier klarstellte.

„Die gute Nachricht ist: Wir haben zwei Bewerber. Die Schlechte: Wir müssen uns entscheiden“, erklärte der Rathauschef vor der Abstimmung. Er fügte an: „Es ist keine Wahl, sondern eine Bestellung.“ Es gelte mit „ja“ oder „nein“ zu stimmen, machte Geschäftsleiter Eduard Sczudlek deutlich. Auch mehrfach, wie er einräumte. Was Markus Funke (FDP) zu der Schlussfolgerung veranlasste, dass „zweimal nein, eine Enthaltung“ bedeuten könne.

Funke war es auch gewesen, der den Sinn und Zweck eines Jugendreferenten in Zweifel gezogen hat. Seiner Meinung nach wäre die Jugendarbeit in den Referaten „Schule und Jugend“ sowie „Soziales“ gut aufgehoben. Dem hatten Heilmeier und auch andere widersprochen. Darunter: Sozialreferentin Beate-Frommhold-Buhl (SPD) und der Schul- und Kindergarten-Referent Josef Eschlwech (FW).

Die Entscheidung zwischen den beiden Bewerbern begann indes mit dem Wurf einer Münze. Das Los, über wen zuerst abgestimmt werden sollte, fiel auf Manhart. Sechs Gemeinderäte sprachen sich für den Grünen aus. Das Votum für Schablitzki war dagegen einstimmig.

Wie die neue Jugendreferentin auf Anfrage mitteilte, möchte sie ihr Amt bald mit Leben füllen. „Ich sehe mich als Vernetzungsstelle und Ansprechpartner für Jugendliche und Organisationen“, sagte Schablitzki. Außerdem betrachte sie sich als „Vermittler“ zwischen den Jugendlichen und der Verwaltung. Schablitziki verwies auf den „runden Tisch“ in Neufahrn, an dem sie selbstverständlich teilnehmen werde, und an ein entsprechendes Gremium im Landratsamt. Auch dort werde sie sich „aktiv einbringen“.

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