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„Unser Wunschkandidat“: Manfred Pointner (l.) und Klaus Stallmeister (r.) mit Heinrich Lemer. Foto: Oestereich

FW schicken Heinrich Lemer ins Bürgermeister-Rennen

Hallbergmoos - Was als offenes Geheimnis galt, ist nun Gewissheit: Heinrich Lemer (60) soll 2014 für das Amt des Bürgermeisters kandidieren. Der Vorstand der FW stellte seinen Wunschkandidaten vor.

Das letzte Wort haben die Mitglieder, die bei der Nominierungsversammlung im Oktober über den Vorschlag abstimmen.

Seit 48 Jahren stellen die Freien Wähler ununterbrochen den Bürgermeister der Gemeinde Hallbergmoos. Nach den Worten des FW-Interimsvorsitzenden Georg Schu „soll das auch so bleiben“. Manfred Pointner (1984 bis 1996), und Amtsinhaber Klaus Stallmeister (seit 1996) waren am Freitag beide ins „Stockers“ gekommen, um für Lemer zu werben.

Pointner hob die Parallelen ihrer Lebensläufe hervor: Beide - Pointner als Franzheimer, Lemer als „Notzingermoosler“ - sind nicht im Ortskern aufgewachsen. Beide waren VfB-Vorsitzende. Verdienst Lemers sei die Entschuldung des Vereins nach dem Sportheim-Neubau gewesen, so Pointner. Als Journalist, Lemer ist seit 1990 Sport-Chef beim Münchner Merkur, hält Pointner den designierten Kandidaten für prädestiniert, „Dinge“ verständlich zu machen.

Auch Stallmeister ist überzeugt, dass Heinrich Lemer das Zeug zum Bürgermeister hat: Seit zwölf Jahren ist er Gemeinderat, Sportreferent und mit jenen Qualitäten ausgestattet, die ein Rathauschef haben sollte: Er müsse Manager eines mittelständischen Betriebes sein, „Moderator, manchmal auch Mediator“, Repräsentant und Visionär.

Bedenken, Lemer „sei doch schon so alt“, hielt Stallmeister dessen Erfahrungsschatz entgegen. Mit einem Seitenblick auf den CSU-Bewerber Harald Reents stellte er die Frage in den Raum: „Wer weiß denn schon, ob ein Kandidat Mitte 30 das Amt lange Jahre bekleidet oder den Rathaussessel nur als Sprosse der Karriereleiter betrachtet?“

Heinrich Lemer bedankte sich für die Vorschusslorbeeren, räumte aber ein, dass „mit Lob umgehen“ und „sich selbst loben“ seine „beiden schwächsten Disziplinen sind“. „Nicht Wahlkampf, sondern Wahlwerbung“ für seine Person will er betreiben - und dafür sorgen, „dass Hallbergmoos Spitze bleibt“. Als „sehr prägend“ bezeichnete er seine humanistische Schulbildung, seinen Zivildienst („Menschen in schwierigen Lebenssituationen kennenzulernen, richtet einen aus und schärft den Blick auf Werte“) sowie seine eng mit dem Sport verknüpfte berufliche und ehrenamtliche Tätigkeit. Der Aufbau der VfB-Tischtennisabteilung und die Entwicklung des Sport- und Freizeitparks sind zwei Meilensteine auf seinem Weg. Politisch fokussieren will er sich auf die „Tragmauern“ der Gemeinde: Das Gemeindeentwicklungsprogramm (GEP), die Ehrenamtlichkeit und „die Brandschutzmauer“ der Kommune, das Gewerbegebiet. Mit einer klugen Wirtschaftspolitik und attraktiven Rahmenbedingungen - wie einem S-Bahnhof auf Höhe des MABP - gelte es, sie zu stützen. Die Nordumgehung und die Entlastung der Ortsmitte sind weitere Themen. Die Kinderbetreuung der Gemeinde habe ohnehin „Championsleague-Niveau“.

Lemer positionierte sich klar gegen die dritte Startbahn, will aber die gute Kommunikation mit dem Flughafenbetreiber fortführen.

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