"Es ist alles verqualmt hier!" Feuer in Reinigung - Straßensperrung und Mega-Schaden

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Ihrem langjährigen Zugpferd beim Schimmelboten-Verein, Bruno Stahl (3. v. l.) übergaben die Vorstandskollegen (v. l.) Harald Kuck, Bernhard Riester, Robert Missauer, Brigitte Höherberger und Waldemar Höhenberger einen Gutschein. 

25-jähriges Jubiläum 

Der Schimmelbote: Ein fester Bestandteil Rudelzhausens

Gemütlich und geschichtlich ging es am Freitagabend zu, als der Schimmelbotenverein Rudelzhausen e. V sein 25-jähriges Vereinsjubiläum feierte. Nach einem Sektempfang hieß Vorsitzender Bruno Stahl im Herbergslokal „Weinstube Huber“ 25 Gästen willkommen.

Hebrontshausen – Im März 1992 erfolgte die Gründung des Zusammenschlusses als „gemeinnütziger Kultur- und Kommunikationsverein“. Als Ziel schrieb man sich die „Förderung von Kultur, Heimatkunde und -pflege sowie die Volksbildung“ auf die Fahnen, der man sich dann in der Folgezeit auf verschiedenen Feldern widmete. Dass die Ursprünge des Vereins bereits zwei Jahre früher waren, verhehlte Bruno Stahl nicht.

So begann der Schimmel bereits ab 1990 kräftig zu wiehern. Hans Neumaier und Bruno Stahl nahmen die Zügel der neu gegründeten „Bürgerliste“ und des „Schimmelboten“ als kostenloses Medium an alle Haushalte Rudelzhausens in die Hand. Das Medium diente als Informationsschrift über die Gruppierung und über die Heimat zugleich und hielt die Amtierenden im Rathaus auf Trab.

Durch seine Machart erntete der Bote viel Zuspruch. Um aber die finanzielle und personelle Grundlage für eine Weiterführung gewährleisten zu können, wurde 1992 der gleichnamige Verein „Der Schimmelbote“ aus der Taufe gehoben. 31 Gründungsmitglieder zählte der Verein, so Stahl: „Die Hälfte davon ist auch heute noch dabei.“ Die erste Vorstandschaft bestand aus Hans Neumaier als Vorsitzender, Erich Baun als Vize sowie Waldemar Höhenberger als Kassier und Brigitte Höhenberger als Schriftführerin.

Seit 1998 lenkt Bruno Stahl die Geschicke als Schimmelboten-Boss und ist quasi Zugpferd, zusammen mit einer eifrigen Vorstandschaft, zu der auch Robert Missauer, Harald Kuck, Bernhard Riester, Brigitte Höherberger und Waldemar Höhenberger gehörten. Zum jährlichen Programm gehören heimatliche Exkursionen, bei denen historisch bedeutsame Orte und Baumwerke sowie Museen oder vorgeschichtliche Denkmäler unter der Führung Waldemar Höhenbergers besucht werden. Inzwischen zur Tradition geworden ist auch der Volkstanzabend am Faschingssonntag. Maskiert machen die Volkstanzfreunde die Veranstaltung zu einem Höhepunkt im Vereinsjahr, wofür Stahl auch den anwesenden Johanna und Johann Schwarzhuber aus Reihen der „Wolnzacher Tanzmusi“ für die Organisation dankte. Mit weit weniger Auflauf und fast das Kontrastprogramm seien die vereinsinternen Übungsabende mit „Squaredance“. Seit 2002 gehört auch ein „Boarischer Hoagarten“ immer am zweiten Samstag nach Ostern zum Jahresprogramm, der in Zusammenarbeit mit der Auer Geigenmusi alljährlich über 200 Gäste ins Gasthaus Festner lockt. Die Kultur werde auch bei Vorträgen und Lesungen gefördert. Besonders die öffentliche Vorstellung von Kartenmaterial der Gemeinde, zurückgehend bis zum Jahr 1813, stieß dabei auf großes Interesse. Daneben entstand auch das Modell der „Alten Schule“ auf Initiative des Vereins, das heute im neuen Rathaus in Miniaturform ausgestellt ist.

Auch sonst hortet der Verein kein Vermögen, denn schon oft ließ man den örtlichen Kindergärten Spenden zufließen, zudem bekam die Grundschule Unterstützung bei mehreren Projekten. Monatliche Stammtische gehören zum festen Ritual – und natürlich auch der Schimmelbote selbst, der noch viele Jahre lang wiehern soll.

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