Tagungsraum „Giebinger Forst“ im Schloss Hohenkammer.
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Im Giebinger Forst werden dem Geist keine Grenzen gesetzt.

Umgestaltung und mehr

Schloss Hohenkammer: Mit kreativen Projekten durch den Lockdown

Die Projektteams des Schloss Hohenkammer haben die Zeit des zweiten Lockdowns genutzt, um sich kreativ zu engagieren.

Die Flure leer, die Tische in den Gasträumen unbesetzt, kein Gemurmel aus den Tagungsräumen zu vernehmen, kein Gläserklirren aus dem Biergarten. Die zweite Schließung des Schloss Hohenkammer fühlte sich wie eine Ewigkeit an.

Um die über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin zu beschäftigen, wurden bereits im ersten Lockdown verschiedenste Renovierungsarbeiten angegangen – mit den Neuerungen aus der zweiten Schließung seit November 2020 übertrafen sich die kreativen Projektteams des Schlosses aber nun selbst.

Das Schloss Hohenkammer wird zur coronafreien Zone 

Die Testschleuse ermöglicht die coronafreie Zone des Schloss Hohenkammer.

Um eine Inbetriebnahme überhaupt wieder möglich zu machen, wurde das Tagungszentrum ab dem 01. März zur coronafreien Zone. „Wir wollen unseren Gästen unbeschwertes, aber vor allem sicheres Tagen und Wohnen ermöglichen und haben einen strengen Test- und Hygiene-Plan aufgestellt. Die Covid-19-Schnelltests spielen die Hauptrolle bei unserem Konzept, aber auch die AHA-Regeln und weitere Faktoren, die erfüllt werden müssen. Wir sind davon überzeugt, dass unser Konzept greift und wir unseren Gästen und Tagungsteilnehmern in unserer Anlage ein stückweit Normalität und Sicherheit zurückbringen können. Auch wenn Masken weiterhin auf unbestimmte Zeit eine Rolle spielen werden“, so Martin Kirsch, Geschäftsführer von Schloss Hohenkammer.

Wer ins Schloss des Tagungszentrums möchte, muss täglich durch eine „Testschleuse“, wird mit einem Schnelltest getestet und darf ausschließlich mit negativem Ergebnis eintreten. Selbstverständlich gilt dies auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Verwendet werden ausschließlich die von der Bundesregierung zugelassenen Schnelltests, die von geschultem Personal durchgeführt werden. Zwar ist das Schloss damit auf dem weitläufigen Gelände theoretisch eine coronafreie Zone, zur Sicherheit wird aber weiterhin auf Mindestabstand, das Tragen einer Maske und regelmäßiges Händewaschen sowie natürlich alle gängigen Hygieneregeln geachtet. Bei mehrtägigen Fort- und Weiterbildungen wird der Test jeden Tag wiederholt.

Auch Mitarbeiter werden selbstverständlich regelmäßig getestet.

Ein kleiner Lichtblick für das Schloss Hohenkammer

Das lagernde Bier wird durch Destillation weiter verarbeitet.

Somit kehrte zumindest mit Teilnehmern von erlaubten beruflichen Fort- und Weiterbildungen wieder ein wenig Leben in die weitläufigen Räumlichkeiten ein, doch die Gäste der individuellen Gastronomien auf dem Gelände blieben weiterhin aus – was neben den allgemein bekannten Problematiken auch ungeahnte Herausforderungen mit sich brachte.  

Um den Gästen etwas Außergewöhnliches und Neues zu bieten, kam schon bald eine neue Idee auf, wie das bereits lagernde Bier anderweitig genutzt werden könnte. Man entschloss sich, das Bier durch Destillation weiter zu verarbeiten. Entstanden ist aus dem Bier der Brauerei Kapplerbräu letztendlich ein wohlschmeckender Bierbrand, der nach Banane riecht und nach Malz und Hopfen schmeckt – so, wie es sich für einen echten Bierbrand eben gehört. Diesen feinen Tropfen können sich die Gäste nun ausschließlich im Biergarten schmecken lassen – und auch nur solange der Vorrat reicht.

Ein absolutes Unikat: Der exklusive Bierbrand.

Vegetarisch, vegan, laktose- oder glutenfrei – in Hohenkammer keine Ausnahme, sondern Standard

Das Frühstücksbuffet bietet bereits seit geraumer Zeit gluten- und laktosefreie Produkte.

Auch in anderen gastronomischen Belangen zeigt sich die Flexibilität und Innovationskraft des Teams um Geschäftsführer Martin Kirsch. So war während des Lockdowns Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, wie Gästen mit vegetarischer und veganer Ernährungsweise oder Lebensmittelunverträglichkeiten das bestmögliche Genusserlebnis auf Schloss Hohenkammer geboten werden kann. Die Herausforderung war, die Problemstellen zu identifizieren, das gesamte Angebot zu prüfen und Alternativen zu entwickeln.

Auf lange Frist sollen bei allen Mahlzeiten (Frühstück, Kaffeepausen, Mittag- und Abendessen) in allen Restaurants Speisen angeboten werden, die auf vegetarische und vegane Ernährungsformen und Unverträglichkeiten Rücksicht nehmen. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt werden die Gerichte teilweise in einer gluten- und laktosefreien Version gekocht, sodass bei eventuellen Unverträglichkeiten gar nicht die „alternative“ Variante bestellt werden muss. Auf dem Frühstücksbuffet des Hotels sind gluten- und laktosefreie Produkte schon seit geraumer Zeit zu finden und auf dem kompletten Gelände wird nur noch laktosefreie Milch verwendet.

Die Speisekarten des Biergartens oder auch die ToGo-Karte werden so aufgebaut, dass jeder etwas finden kann, ohne Abstriche machen zu müssen. „Uns geht es darum, dass unsere Gäste mit einem guten Gefühl unser Haus verlassen und gerne wieder zu uns kommen.“, so Andreas Fritsch, Küchenchef des Schlosses und Mitglied des Projektteams.

Vegetarier und Veganer kommen auf Schloss Hohenkammer voll auf ihre Kosten.

Der Geschichte des Schloss Hohenkammer ganz nah im neuen Museum

Doch nicht nur am gastronomischen Konzept wurde gefeilt: Die kreativen Köpfe des Schloss Hohenkammer haben auch die zweite Zwangspause genutzt, um an den Räumlichkeiten zu arbeiten.

Um der geschichtsträchtigen Vergangenheit des Schloss Hohenkammer gerecht zu werden und diese zu würdigen, wurde eine Arbeitsgruppe für das Projekt „Schloss Hohenkammer Museum“ ins Leben gerufen. Statt für einen festen Raum, der von Besuchern bewusst aufgesucht werden muss, entschied man sich für die Integration der Exponate an verschiedenen Stellen im Hotel und Schloss. So wurden unter anderem im Tagungsraum „Stuckzimmer“ und in und vor dem Tagungsraum „Kaminzimmer“ Bilder aus der Vergangenheit aufgehängt und ermöglichen den Besuchern so sich an verschiedenen Orten in längst vergangene Zeiten zurückzuversetzen. In diesem Zusammenhang ereignete sich auch ein ganz besonderer Fund: Ein altes, gut erhaltenes Schreiben von König Ludwig II. tauchte auf, in welchem der von 1864 bis zu seinem Tod 1886 regierende Monarch den damaligen Schlossinhaber Freiherr Gottfried von Vequel-Westernach zum königlichen Kämmerer ernennt.

Um eine Vitrine in der Alten Galerie zukünftig schmücken zu können, startete das Projektteam einen Aufruf in Hohenkammer und Umgebung nach alten Bierkrügen und Gläsern der früheren Schlossbrauerei. Das Team freut sich über Rückmeldungen und Hinweise aller Art.

Impressionen aus dem Schloss Hohenkammer Museum

Schreiben von König Ludwig II. aus dem Jahr 1878.
Ein Gemälde von Carl Freiherr von Vequell-Westenach.
Alte Maßkrüge aus Steinzeug des Schloss Hohenkammer.
Gemälde von Johann Gottfried Ignaz Freiherr von Vequell-Westernach.
Impressionen aus dem Schloss Hohenkammer Museum

Design Thinking – im Schloss Hohenkammer werden dem Geist keine Grenzen gesetzt

Als wären alle diese Umsetzungen der verschiedenen Projektteams nicht genug, so bewiesen zwei der Projektteams des Schloss Hohenkammer besonders in Hinblick auf die neuen Tagungsräume ganz außerordentlich viel Kreativität und Innovationskraft: Der „Giebinger Forst“ und der „Turm der Ideen“ verdeutlichen, wie moderne Tagungsräume heute konzipiert sein sollten.

„Gerade Tagungen und Meetings sollten nicht langweilig und immer gleich ablaufen“, so Martin Kirsch, „die Umgebung sollte inspirieren und Möglichkeiten bieten, kreativ zu sein, Dinge anders anzugehen und Design Thinking möglich zu machen. Denn dieser Ansatz nimmt die menschliche Perspektive zum Ausgangspunkt der Zielstellung, innovative Produkte, Services oder Erlebnisse zu gestalten, die nicht nur attraktiv, sondern auch realisierbar und marktfähig sind.“ Genau dies ist im neuen „Giebinger Forst“ möglich – einem Raum, der durch die Verwendung von Holz und Birkenstämmen auf 120 Quadratmetern das Konzept von „Tagen im Freien“ aufgreift und seinen Namen durch das Waldgebiet erhielt, aus dem das verwendete Holz und die Birken stammen.“

Alle Ansprüche, um interaktive Kreativprozesse zu entwickeln, wurden berücksichtig. So benötigt ein Team optimierte räumliche Gegebenheiten, wie flexibel bewegbare Möbel, beschreibbare Wände, ausreichend Platz für Whiteboards und Präsentationsflächen sowie Materialien zur prototypischen Gestaltung von Ideen. Mit vier Kamerapositionen, interaktivem Weframe, Regieraum und Internetanbindung mit Backup-System kann die Gruppenarbeit in die Welt „gestreamt“ werden. Als Sitzmöglichkeiten dienen im „Giebinger Forst“ Sitzbälle, die besonders rückenschonend sind. Auf Wunsch werden die Bälle aber auch durch „normale“ Bestuhlung ausgetauscht.

Das großzügige Platzangebot war vor allem in Corona-Zeiten ein entscheidender Faktor, um möglichst viel Abstand der Teilnehmer zu ermöglichen und auch wenn das Schloss Hohenkammer ein großes Außen-Areal für Outdoor-Meetings hat, so bietet der neue Tagungsraum „Giebinger Forst“ jetzt ein Draußen-Feeling bei jedem Wetter.

Im Giebinger Forst werden dem Geist keine Grenzen gesetzt.

„Wir wollen inspirieren und in bester Erinne­rung blei­ben und die Quali­tät bieten, die uns unvergessen macht. Dazu braucht es gute Ideen, spannen­de Themen und einen ein­zig­arti­gen Rah­men mit einem besonderen Ambiente, der an­ders als an­de­re ist“, so Martin Kirsch. „Das Projektteam, bestehend aus sechs Mitarbeitern aus dem Bereich Haustechnik, dem Konferenzservice und dem Veranstaltungsbüro, hat mit dem ‚Giebinger Forst‘ etwas Erstaunliches geleistet. Ich bin unglaublich beeindruckt von der Leistung der Mitwirkenden, dass so ein innovativer Raum durch komplette Eigenleistung entstanden ist und ich möchte dafür noch einmal meinen Dank für so viel Initiative und Ideenreichtum aussprechen.“

Auch der von einem aus Veranstaltungsprofis und einigen Azubis bestehenden Projektteam neugestaltete „Turm der Ideen“ kann sich sehen lassen – bzw. lässt weit sehen: Aus dem 2. Stock des Schlossturms eröffnet sich ein toller Rundumblick. Der Raum bietet viel Platz in zwei Arbeitsbereichen, innovatives Design, Profiausstattung und lässt sich durch viele multifunktionale Möbel, wie den KippIt, individuell gestalten und mit ein paar Handgriffen der jeweiligen Situation anpassen. An der Digital Detox Station können die Gäste zu Beginn des Meetings ihr Handy ablegen und so ungestört tagen, ohne dass „der Fluss unterbrochen wird“. Für diesen stehen 12 Quadratmeter Wandfläche zum Pinnen und Schreiben zur Verfügung und während drei kleine Denkerkojen als Rückzugsort zur Verfügung stehen, stellt die kleine Kaffeebar den kommunikativen Mittelpunkt des Raumes dar.

Mit beiden Räumen bewarb sich Schloss Hohenkammer beim Wettbewerb „Coolster Tagungsraum“ von MeinTophotel und die Chancen stehen bei diesen innovativen Umsetzungen definitiv hervorragend.

Impressionen: Design Thinking im Schloss Hohenkammer

Der Turm der Ideen im Schloss Hohenkammer.
Eine Frau schreibt an eine Tafel.
Ein Mann steht mit einer Leiter an einer Wand.
Eine Frau steckt ihr Handy in eine Ladebox.
Impressionen: Design Thinking im Schloss Hohenkammer

Kontakt

Schloss Hohenkammer GmbH
Schlossstraße 18–25
85411 Hohenkammer
Telefon: 08137 93 41 01
E-Mail: anfrage@schlosshohenkammer.de
Web: www.schlosshohenkammer.de

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