Die Azubis des Schloss Hohenkammer.
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Die Azubis des Schloss Hohenkammer.

Jahresrückblick

Schloss Hohenkammer und das Jahr 2020 – Gemeinsam anspruchsvolle Zeiten meistern

Schloss Hohenkammer blickt auf das Jahr 2020 zurück. Trotz der noch nie dagewesenen Herausforderungen, konnte das Team die Zeit produktiv nutzen.

2020 ist ein Jahr, das vieles verändert hat und uns allen in Erinnerung bleiben wird. Die Pandemie wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus, auch viele Wirtschaftszweige sind betroffen. Besonders hart sind die angeordneten Schutzmaßnahmen für das Hotel- und Gastgewerbe. Laut Dehoga sank hier der Umsatz von Januar bis September bereits um über 30 Prozent, viele Betriebe mussten Kurzarbeit anmelden oder sogar Stellen abbauen.

Auch das Schloss Hohenkammer blickt auf ein aufregendes und anspruchsvolles Jahr zurück. Geschäftsführer Martin Kirsch betont: „Die Pandemie bedeutet für unsere gesamte Branche eine noch nie dagewesene Herausforderung.“ Dass Kirsch es mit seinem Betrieb bisher vergleichsweise gut durch die Krise geschafft hat und auch über die Lockdowns hinweg alle Mitarbeiter halten konnte, ist seinem innovativen Unternehmergeist, einer konsequenten Umsetzung aller Schutzmaßnahmen und – nicht zuletzt – dem starken Team zu verdanken.

Jahresrückblick: Januar bis April 2020 – Zwischen Neujahrseuphorie, Lockdown und Solidarität

Nach der Winterpause startete Schloss Hohenkammer am 7. Januar hochmotiviert und voller Tatendrang ins neue Jahr. Man bereitete sich auf die Hochzeitssaison vor, stattete die Seminarräume mit interaktiver Tagungstechnik aus und suchte nach neuen Auszubildenden. Anfang März durfte sich das Camers Schlossrestaurant erneut über die Auszeichnung mit dem begehrten Michelin-Stern freuen.

Technikoffensive im Schloss Hohenkammer.

Wenige Tage später wurde die Euphorie gebremst: Die täglich steigenden Fallzahlen zwangen die Bundesregierung zu drastischen Maßnahmen. Um die Ausbreitung des Virus zu stoppen und die Kurve an Neuinfektionen abklingen zu lassen, mussten bundesweit Hotels und Restaurants schließen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden im Schloss Hohenkammer bereits Veranstaltungen in einem Gesamtvolumen von über 1 Million Euro storniert. Das Team um Geschäftsführer Martin Kirsch blieb weiter im Einsatz, wann immer es ging im Homeoffice und vor Ort mit Sicherheitsabstand. Man nutzte die Zeit unter anderem dafür, den Pausenraum für die Mitarbeiter zu renovieren, den Schlossgarten auf Vordermann zu bringen und in der eigenen Landwirtschaft anzupacken, die in diesen Monaten auf ihre Saisonkräfte verzichtet hatte. 

Die Mitarbeiter von Schloss Hohenkammer wechselten ins Homeoffice, sofern das möglich war.

Die größte Herausforderung war schließlich, die über 100 Mitarbeiter dauerhaft und ohne Kurzarbeit zu beschäftigen. So wurden im Laufe des Jahres mithilfe des gesamten Teams unter anderem 168 Hotelzimmer renoviert, alle Fensterrahmen lackiert, 1,5 km Hotelflure gestrichen und die entsprechenden Böden verlegt. Dabei zeigten sich zahlreiche versteckte Talente: Als besonders große Hilfe erwiesen sich beispielsweise ein Mitarbeiter aus einer Pfaffenhofener Malerdynastie und ein gelernter Stuckateur; ein Camers-Koch ist ausgebildeter Forstwirt, ein Haustechniker Schreiner – so hat sich jeder mit seinen Fähigkeiten eingebracht und die Kollegen eingearbeitet. Auch die Auszubildenden haben in diesem Jahr ihre Ausbildung mit den Zusatzqualifikationen „Maler, Lackierer und Gärtner“ bestritten.

Gemeinsam arbeitete das Team an der Renovierung von Schloss Hohenkammer.

Obwohl der Lockdown für Schloss Hohenkammer einen heftigen Einschnitt bedeutete, dachte Martin Kirsch auch an seine Geschäftspartner: Freiberufliche Trainer befanden sich in einer existenzbedrohenden Krise und kämpften mit massiven Stornierungen. Gemeinsam mit dem Technologiehersteller weframe aus Planegg plante das Schloss Hohenkammer eine umfangreiche Hilfsaktion. Freiberuflichen Trainern aus dem Partnernetzwerk wurde eine finanzielle Unterstützung von 1.000 Euro und eine Schulung für digitale Meetings angeboten. „Mit dieser Aktion setzen wir zusammen mit der weframe AG ein Zeichen der Solidarität. Es wird auch wieder bessere Zeiten geben und für die müssen wir jetzt gemeinsam Anlauf nehmen“, bekräftigte Kirsch. Schloss Hohenkammer konnte gemeinsam mit weframe insgesamt 100 Trainer unterstützen.

Schloss Hohenkammer plante mit weframe eine umfangreiche Hilfsaktion.

Jahresrückblick: April bis September 2020 – Azubi-Takeover, Biergarten Drive-in und Hochzeitssaison

Nach 33 langen Tagen durfte das Schloss Hohenkammer am 19. April 2020 seine Türen wieder öffnen – zunächst nur für Geschäftsreisende, später auch für die Allgemeinheit. Doch die Pandemie war natürlich nicht vorbei, Kirsch und sein Team setzten deshalb auf ein ausgeklügeltes Hygienekonzept: In einem 9-Punkte-Plan wurden unter anderem der Einsatz von Mund- und Nasenschutz, Desinfektionsanweisungen, ein Belüftungskonzept sowie Abstandsvorschriften klar geregelt. So wurde das Schloss Hohenkammer vom unabhängigen Prüfinstitut Certified auch offiziell als „corona-ready“ zertifiziert.

Da die knapp 30 Auszubildenden in den Wochen des Lockdowns in ihrer praktischen Lehrerfahrung stark eingeschränkt waren, durften in Hohenkammer die Nachwuchskräfte sofort nach Wiedereröffnung für 14 Tage ans Steuer: Im Rahmen eines Azubi-Takeovers waren sie für den reibungslosen Ablauf des Betriebs verantwortlich. Von der Erstellung des Dienstplanes bis hin zu den täglich anfallenden Aufgaben und Schichten an der Rezeption, im Housekeeping, der Küche, im Service und im direkten Umgang mit den Gästen lag die Verantwortung in der Hand der Auszubildenden. Natürlich unterstützten die erfahrenen Mitarbeiter im Hintergrund und standen den Junioren mit Rat und Tat zur Seite. „Wir wollten unseren Fachkräften von morgen die Möglichkeit geben, ihre während des Lockdowns erworbenen Theroriekenntnisse in die Praxis umzusetzen. Die Aktion war ein voller Erfolg!“, resümiert Kirsch sein innovatives Konzept.

Und auch in der Gastronomie bewies Schloss Hohenkammer Kreativität und Flexibilität. Bevor der Biergartenbetrieb am 18. Mai wieder offiziell anlaufen durfte, bekamen die Gäste die Möglichkeit, im Biergarten Drive-in kulinarische Köstlichkeiten wie Sparerips, Hendl und Schweinshaxen mit nach Hause zu nehmen und dort zu genießen. 

Impressionen: Biergarten Drive-in von Schloss Hohenkammer

Leckereien aus dem Biergarten Drive-in des Schloss Hohenkammer.
Biergarten Drive-in von Schloss Hohenkammer
Biergarten Drive-in von Schloss Hohenkammer.
Biergarten Drive-in von Schloss Hohenkammer
Impressionen: Biergarten Drive-in von Schloss Hohenkammer

Nach Wochen der Zwangspause freute sich das gesamte Team sehr darüber, endlich wieder für Gäste da sein zu dürfen. Mit dem Sommer kehrte langsam wieder mehr Leben im Schloss Hohenkammer ein, das gastronomische Angebot wurde gut genutzt, es fanden Seminare und Tagungen statt und im Juli konnten wieder die ersten Hochzeiten gefeiert werden – natürlich mit einem professionellen Hygiene- und Sicherheitskonzept. Es gab also endlich wieder viel zu tun, umso mehr freute sich die Schloss-Familie über Verstärkung: Elf neue Azubis begannen im August ihre Ausbildung in Hohenkammer. Dabei wurden vier Auszubildende von anderen Betrieben in München übernommen, die sich nicht mehr in der Lage sahen, eine ordnungsgemäße Ausbildung durchzuführen.

Das unermüdliche Engagement von Martin Kirsch und seinem Team zahlt sich aus, im September wurde das Schloss Hohenkammer von „Top 250 – Die besten Tagungshotels in Deutschland“ als bestes Konferenz-Hotel Deutschlands ausgezeichnet und verteidigte damit den Titel aus dem Vorjahr. Reinhard Peter, Projektleiter und Inhaber von Top 250 Tagungshotels, erklärte, dass in diesem Jahr ein ganz neuer Aspekt bei der Preisvergabe eine Rolle gespielt habe: „Die prämierten Hotels spiegeln beispielhaft die Fähigkeit wider, qualitativ hochwertige Tagungslösungen auch unter coronakonformen Bedingungen zu meistern.“

Schloss Hohenkammer wurde als als bestes Konferenz-Hotel Deutschlands ausgezeichnet.

Jahresrückblick: Oktober bis Dezember 2020 – Lockdown light, Alte Galerie To-go, Lieferservice und Teamgeist

Allen Sicherheitsmaßnahmen zum Trotz stiegen die Infektionen im Herbst wieder an und eine Vorahnung wurde zur Gewissheit: Um eine akute nationale Gesundheitsnotlage zu vermeiden, ordnete die Regierung wieder schärfere Schutzmaßnahmen an. So musste das Hotel- und Gastgewerbe im November erneut seine Türen schließen. Doch das Schloss Hohenkammer lässt sich weiterhin nicht unterkriegen, mit der Alten Galerie To-go knüpft man an den Erfolg des Biergarten Drive-ins an und bietet saisonale und regionale Gerichte zur Abholung an. Und diesmal geht es sogar noch ein bisschen bequemer: In die Gemeinden rund um Hohenkammer werden die Bestellungen kostenfrei ausgeliefert. Neben den kulinarischen Klassikern gibt es jetzt auch die Möglichkeit, ein festliches Menü für den privaten oder geschäftlichen Weihnachtslunch zu ordern.

Impressionen: Alte Galerie To-go

Autos parken vor dem Schloss Hohenkammer.
Ein Koch von Schloss Hohenkammer.
Ein Schild von Schloss Hohenkammer.
Menschansammlung im Schloss Hohenkammer.
Impressionen: Alte Galerie To-go

Für das Fest zuhause gibt es jetzt sogar den Camers-Genuss in drei delikaten Gängen: To-go, an Weihnachten und an Silvester.

Erneut nutzen Martin Kirsch und sein Team die Zwangspause produktiv, an allen Ecken wird gewerkelt und alle packen mit an. Es wurden 13 Teams unter den Mitarbeitern gebildet, die bis Januar verschiedene Projekte realisieren: So entstehen ein Museum, ein Trimm-Dich-Pfad, die Neukonzeption einiger Tagungsräume und auch die Optimierung des kulinarischen Angebots aus dem Blickwinkel „vegetarisch, glutenfrei und laktosefrei“ steht auf der Agenda. Außerdem wird das Schloss weiter renoviert, die Räume neu ausgestattet und der Schlosspark winterfest gemacht. Von 11. bis 13. Dezember eröffnete zudem ein Wei(h)nachtsladen in der Alten Galerie – über 1.500 Weinschätze aus dem Schlosskeller wurden vom Serviceteam des Camers und Gutshof-Restaurants präsentiert. Darüber hinaus gab es zahlreiche Geschenkideen wie Edelbrände vom Gut Eichethof, feine Saucen und Chutneys aus der Camers-Küche und die köstlichen Plätzchen der Schloss-Azubis. Die Rezeption des Schlosses ist auch vom 21. – 23.12. täglich bis 16.30 Uhr geöffnet, an diesen Tagen können dort noch Produkte oder Gutscheine gekauft werden.

Wei(h)nachtsladen in der Alten Galerie des Schloss Hohenkammer.

Die freie Zeit wird weiterhin in die Ausbildung der Nachwuchskräfte investiert. Kirsch ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass sich alle Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz und in ihrem Arbeitsumfeld wohlfühlen und Spaß an ihrem Job haben. Eine offene Kommunikation auf Augenhöhe und ein respektvoller Umgang miteinander sind im Schloss Hohenkammer eine Selbstverständlichkeit. „Die Mitarbeiter sind unser Fundament, das zeigt sich vor allem in anspruchsvollen Zeiten. Gemeinsam schaffen wir das!“ 

Zu guter Letzt gab es dann noch eine Belohnung! Schloss Hohekammer wurde Anfang Dezember von seinen Kunden und Gästen anlässlich des Certified Star Award (digital) zum beliebtesten „Conference Hotel“ gewählt.

Schloss Hohenkammer wurde anlässlich des Certified Star Award (digital) zum beliebtesten „Conference Hotel“ gewählt.

Weitere Infos rund um Schloss Hohenkammer

www.schlosshohenkammer.de

www.facebook.com/SchlossHohenkammer

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