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Recherche ohne Ende: Der neu eingerichtete Lesesaal im Stadtarchiv bietet der Öffentlichkeit jetzt die Möglichkeit, aus einem Fundus von gut 4000 Büchern, Broschüren und Zeitschriften auszuwählen. Stadtarchivar Florian Notter (l.) erklärte  bei der Eröffnung, dass hier der Bedarf seitens der Bevölkerung stark angestiegen sei.

Neu: Ein Lesesaal und viele Bücher zum Nachschlagen

Schmökern im Freisinger Stadtarchiv

Freising - Gemütliches Stöbern in der Stadtgeschichte – das wollen immer mehr. Ganze Schulklassen betreiben mittlerweile Recherche im Stadtarchiv. Deshalb hat man reagiert und jetzt dort, im Haus der Vereine, einen geräumigen Lesesaal eingerichtet.

Gut 4000 Bücher, Broschüren und Zeitschriften lagern in der neuen öffentlichen „Bibliothek Stadtarchiv“. Es sind historische, aber auch zeitgenössische Exemplare darunter. Ausleihen kann man sie zwar nicht, wie Stadtarchivar Florian Notter am Mittwoch bei der Vorstellung des Lesesaals klarstellte. Aber anschauen, schmökern und sich Notizen machen, das geht. Jetzt noch viel bequemer wie bisher.

 „Schulklassen saßen hier teilweise auf dem Boden“, sagte Notter über die Verhältnisse, die bisher im Stadtarchiv geherrscht hatten. „1,2 Besucher“, verzeichnet das Archiv laut Notter am Tag. Das höre sich wenig an, sei aber für ein kommunales Archiv aber relativ viel. Es sollen aber schon noch mehr werden. Zum einen wolle er das reale Angebot verbessern, zum anderen den digitalen Zugriff erleichtern, kündigte Notter an. Man werde Zug um Zug einen digitalen Lesesaal installieren und dort „Zuckerl“ wie etwa alte Adressbücher einstellen. 

OB Tobias Eschenbacher zeigte sich erfreut darüber, dass man jetzt im Stadtarchiv „komfortabel und in Ruhe recherchieren“ könne. Die Nutzer kommen Eschenbacher zufolge aus den verschiedensten Richtungen: Familienforscher, Landschaftsarchitektur-Studenten oder Bürger, die zum Geburtstag ihrer Lieben Einsicht in eine Tagblatt-Ausgabe nehmen wollten. Wie Notter auf Anfrage mitteilte, hat die Einrichtung des Lesesaals im Stadtarchiv zwischen 15 000 und 20 000 Euro gekostet. Das Geld für den Lesesaal ist nach Ansicht des OB gut angelegt. 

Alexander Fischer

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