Zwischen Frust und Freude

Neuer Bundesverkehrswegeplan: Schöne Überraschungen für Fahrenzhausen und Rudelzhausen

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Landkreis - Der neue Bundesverkehrswegeplan hat für Freude in Fahrenzhausen und Rudelzhausen gesorgt. Langersehnte Straßenbauprojekte rücken näher.

Sie steht unter Nummer 119 auf Seite 88: „B013 OU Fahrenzhausen“. Allein schon die Tatsache, dass die Ortsumfahrung von Fahrenzhausen im Bundesverkehrswegeplan auftaucht, hätte bei Bürgermeister Heinrich Stadlbauer für eine freundliche Miene gesorgt. Dass dahinter aber auch „VB“ steht und damit das seit vielen Jahren besprochene und in der Gemeinde immer wieder behandelte Projekt in den vordringlichen Bedarf gerutscht ist, war für den Fahrenzhausener Rathauschef eine „gute Botschaft“. Stadlbauer, der sich von der frohen Botschaft überrascht zeigte, erinnerte daran, dass man schon einmal aus dem Bundesverkehrswegeplan herausgefallen sei.

Dass die Umfahrung, die im Flächennutzungsplan der Gemeinde als Strich eingezeichnet ist und auch seit dem Jahr 2005 unter Nummer 6 im „Aktionsprogramm Straßenerschließung Flughafen München“ steht, 4,4 Kilometer lang sein wird, das wusste Stadlbauer. Dass man laut Bundesverkehrswegeplan mit Kosten in Höhe von 20,4 Millionen Euro rechnen müsse, das war dem Bürgermeister neu. Planungen für das Projekt gibt es noch nicht. Was es gibt, ist eine Verkehrsuntersuchung und eine Raumempfindlichkeitsanalyse.

Auch für den Rudelzhausener Bürgermeister Konrad Schickaneder gab es am Mittwoch gute Nachrichten aus Berlin. Die B 301-Ortsumfahrung Rudelzhausen/Puttenhausen ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 in den vordringlichen Bedarf gerutscht – genauso wie es die beiden Staatlichen Bauämter in München und Landshut 2015 beantragt hatten. „Das hört sich doch wirklich gut an“, sagte der Rathauschef. „Bisher war das Projekt nur im erweiterten Bedarf drin. Jetzt, da die Umfahrung als vordringlicher Bedarf deklariert ist, haben wir die Bestätigung, dass wir in die Vorplanung gehen dürfen.“

Bis die ersten Bagger anrücken, werde allerdings noch viel Wasser die Abens hinunterfließen, betonte Schickaneder. Denn zuerst müsse geprüft werden, ob das Projekt auch wirtschaftlich sei. Und danach stelle sich die Frage, ob die Trasse, die die Gemeinde in ihrem Flächennutzungsplan ausgewiesen habe, passe oder ob es Alternativen gebe. „So, wie wir uns das vorstellen, wäre eine östliche Umfahrung die beste“, sagte der Bürgermeister. „Damit könnte man den Ortsteil Tegernbach besser anbinden, und auch die Mainburger hätten Vorteile.“ Positiv sei, dass das Vorhaben im Bundesverkehrswegeplan in punkto „Städtebauliche Beurteilung“ als „hoch“ eingestuft wurde: „Das hat sicher damit zu tun, dass die B 301 ein Zubringer zum Flughafen und eine Mautausweichstrecke für Lkw ist.“

Die Ortsumfahrung von Hohenkammer ist und bleibt im vordringlichen Bedarf: Status quo also, wie Geschäftsleiter Marco Unruh sagte. Auch wenn es keine Überraschung ist (Unruh: „Wir waren in der letzten Festschreibung bereits berücksichtigt“) ist man froh, nicht herausgefallen zu sein.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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