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Die Innenstadtkonzeption wurde von den Mitgliedern des Jugendstadtrates durchgeackert. Ihr Fazit: Nicht zu viel historische Identität aufgeben. Aber: So langweilig kann es nicht bleiben. 

Jugendstadtrat

Schüler über Freising: "So langweilig kann's nicht bleiben" 

Freising - Was halten die Jugendlichen von der Innenstadtkonzeption? Was wünscht sich Freisings Nachwuchs? Dieser Frage ging man in der Jugendstadtratssitzung am Donnerstag auf den Grund. Eins ist für die jungen Leute klar: „So langweilig kann die Stadt nicht bleiben.“

Es waren Stadtbaumeisterin Barbara Schelle und Michael Schulze vom Stadtplanungsamt, die dem Jugendstadtrat am Donnerstag das Innenstadtkonzept vorstellten. Gemeinsam mit dem „harten Kern“ der engagierten Jugendlichen und Stadtjugendpfleger Fritz Andresen wurden die Pläne für Freisings gute Stube besprochen. Philomena Böhme, Valentin Schmid, Svenja Bock und Kilian Fetsch brachten ihre Wünsche und Anliegen für das Freisinger Zentrum durchdacht und konkret zur Sprache. „Grundsätzlich ist die Innenstadt mit ihren alten Häusern sehr schön. Die Stadtmitte soll, auch wenn es vieles zu modernisieren und verbessern gibt, noch eine Art historisches Zentrum bleiben“ – das wünscht sich die 15-jährige Philomena.

Als Barbara Schelle die neuen Bodensteine der zukünftigen Freisinger Fußgängerzone vorstellte, traf sie jedoch auf geteilte Meinungen: Besonders die beiden Mädchen fänden einen Boden wie bisher in einem dunklen Rot, schöner als die geplante, fast weiße Variante. Doch das scheint für die Jugend nichts Essentielle zu sein.

Vielmehr ist es ihnen wichtig, dass die Innenstadt lebendiger wird. Kilian Fetsch: „So langweilig kann die Stadt ja nicht bleiben“. Das „Kneipensterben“ sei ein Problem, dass den jungen Leuten ziemlich auf die Nerven geht. „Man kann einfach kaum wo hingehen. Vor allem in der Stadt gibt es so gut wie gar nichts, wo man sich am Abend mal treffen könnte“, waren sie sich einig. „Die wenigen Kneipen, die es noch gibt, schließen jetzt nach und nach.“

„Zu eintönig“, findet Svenja Bock die Innenstadt. „Es gibt kaum attraktive Angebote für Leute in unserem Alter.“ Auch Philomena plädierte für eine „moderne und lebendigere Stadt, ohne den Charakter zu verändern“. Denn: Genau dadurch, dass nicht alles überfüllt ist, wird Freising eben zu Freising.

Dankbar für die Anregungen und beeindruckt von dem enormen Engagement, das der Jugendstadtrat an den Tag legte, versicherten Barbara Schelle und Michael Schulze: Die Wünsche der Jugendlichen werden aufzugreifen und, so gut es geht, in die Tat umzusetzen.

Pascale Fuchs

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