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Inthronisation in Fahrenzhausen: Schwungvoller Start in die 44. Faschingssaison

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Hoch hinaus ging‘s für die Showtanzgruppe aus Fahrenzhausen bei ihrem Auftritt.
Hoch hinaus ging‘s für die Showtanzgruppe aus Fahrenzhausen bei ihrem Auftritt. © Plabst

Viele umjubelte Auftritte gab es am Samstag beim Inthronisationsball in Fahrenzhausen. Mit einer rauschenden Ballnacht starteten die Narren in die 44. Faschingssaison.

Fahrenzhausen – So eine rauschende Ballnacht hat man lange nicht gesehen. Mit der Inthronistation ihrer Tollitäten Prinzessin Veronika I. und Prinz Martin II. begeisterte der Faschingsverein Fahrenzhausen-Kammerberg am Freitag Hunderte von Besucherinnen und Besuchern. Das Narrenvolk amüsierte sich bis in die frühen Morgenstunden.

Die Faschingsverein Fahrenzhausen-Kammerberg hat wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Wie schon beim Auf-Geht´s-Ball Mitte November wurde man beim Inthronisationsball am Freitag dem Ruf einer Faschingshochburg gerecht. Die Mehrzweckhalle erstrahlte im Glanz eines venezianischen Ballsaals. Die in Weiß und Silber gehaltene Dekoration war wie geschaffen für ein Faschingstreiben der besonderen Art. Nach zwei Jahren Zwangspause konnten es die gut 400 Besucherinnen und Besucher kaum erwarten, bis die Prinzenpaare mit ihrem kompletten Hofstaat Einzug hielten. Schon bei den „Aufwärmrunden“ der Showband „el Prosit“ gab es kein Halten mehr. Die Tanzfläche war voll, die Stimmung prächtig.

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Den Rathausschlüssel und „Wirbel-Willis“ übergab Bürgermeisterin Susanne Hartmann (r.) an Prinzessin Veronika I. (Schepp) und Prinz Martin II. (Stichlmeyr).
Den Rathausschlüssel und „Wirbel-Willis“ übergab Bürgermeisterin Susanne Hartmann (r.) an Prinzessin Veronika I. (Schepp) und Prinz Martin II. (Stichlmeyr). © Fischer

Schließlich stand der Einzug des Hofstaates kurz bevor. Die Spannung nahm spürbar zu. Dann, als sich ihre Lieblichkeit Prinzessin Veronika I. und ihr Prinzgemahl Martin II. im Schlepptau von Hofmarschall Christoph Hagn ihren Weg zur Bühne bahnten, kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr. Es gab Applaus von allen Seiten. Eine Stimmung, die sich bei den gefeierten Auftritten von Kindergarde und Garde noch steigern sollte. Die Freude, endlich einmal wieder richtig Fasching feiern zu können, war den Beteiligten, aber vor allem auch dem Publikum deutlich anzumerken.

Die Garde begeisterte beim Inthronisationsball die vielen Besucher.
Die Garde begeisterte beim Inthronisationsball die vielen Besucher. © Fischer

Zum Ausdruck brachten dies nicht nur Veronika I. und Martin II. Auch das Kinderprinzenpaar Melina I. und Benedikt II. lud das Publikums auf Herzlichste dazu ein, ausgelassen Fasching zu feiern. Da passten die Grußworte von Bürgermeisterin Susanne Hartmann gut ins Bild. „Wir sind uns bewusst, dass unsere Gemeinde im Landkreis etwas ganz besonderes ist und ganz besonders närrisch feiern kann“, sagte Hartmann. Die Rathausschlüssel, die sie gerade feierlich übergeben hatte, könnten gerne benutzt werden, sagte Hartmann. Etwa dazu, das Archiv aufzuräumen. Das Kinderprinzenpaar könne mit seinem Hofstaat schon einmal mit dem Sortieren anfangen. Veronika und Martin könnten die Unterlagen dann abheften und nach Jahren einsortieren, schlug die Rathauschefin augenzwinkernd und unter großem Gelächter vor.

Hofmarschall Christoph Hagn machte indes deutlich. „Es ist nicht einfach so ein Inthroball. Wir starten praktisch heute in das 44. Jahr vom Faschingsverein. Und das wollen wir zusammen mit unseren Gardemädels, mit unserem Elferrat und mit unseren Prinzenpaaren durch den ganzen Fasching mit Euch feiern“, tönte er. Es war der Auftakt zu einer ganzen Reihe umjubelter Auftritte. Einer grazilen tänzerischen Einlage der Kindergarde sollte ein temperamentvoll in Szene gesetzter Cancan der Prinzengarde folgen. Wer geglaubt hatte, dass das bereits das Höchste der Gefühle war, der sah sich spätestens bei den Showeinlagen von Kinder- und Prinzengarde eines Besseren belehrt. Die Kindergarde faszinierte das Publikum mit orientalischem Flair, die Prinzengarde hüllte die Halle schließlich in feuerrote Nebelschwaden, bevor es an die Erzählung der „Legende des Feuers“ ging. Einer Mär aus der Mythenwelt der Indianer. Faszinierend und furios dargeboten von Prinzenpaar und Garde. Künstlerisch wertvolle Darbietungen, die von lauten Zugaberufen begleitet waren. Zu Ende war der Inthronisationsball in Fahrenzhausen damit aber noch lange nicht. Es wurde bis in die Puppen gefeiert.
Alexander Fischer

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