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Auch seinen Standpunkt zur dritten Piste am Airport stellte Ministerpräsident Horst Seehofer alias Wolfgang Krebs klar: „Früher war ich dafür, momentan bin ich dagegen.“

Frühjahrsempfang der Lebenshilfe

Seehofer-Krebs in Freising: "Vielleicht reicht auch eine Landebahn"

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Freising - Emilia Müller und Christine Haderthauer haben schon beim Frühjahrsempfang der Lebenshilfe gesprochen. Am Dienstag waren drei Ministerpräsidenten und ein Söder da – alle in einer Person. 

Als Horst Seehofer musste er über die Behauptung, er habe einen Standpunkt, selbst lachen („Das wär mir neu!“). Als Günther Beckstein erzählte er von seinem i-Pod neben seinem i-Bett. Als Edmund Stoiber, der „Ministerpräsident des ehemaligen Bayern“, stotterte und stammelte er hektisch vor sich hin. Am Dienstag amüsierten sich die Gäste beim Frühjahrsempfang der Lebenshilfe köstlich über Wolfgang Krebs, Kabarettist von Bayerns Gnaden. Krebs gab aber nicht nur seine Paraderollen als Ministerpräsidenten-Trio plus Markus Söder, sondern sprach auch immer wieder als Wolfgang Krebs, dann wurde er ernst und nachdenklich.

Freising, so wusste Krebs alias Seehofer, sei großartig: Geld ohne Ende und „Arbeitsplätze wie die Sau“. Das alles aber erst, seitdem es die „Lebenshilfe Freising Ehefrau, äh: e.V.“ gebe. Lebenshilfe-Geschäftsführer Michael Schwaiger, der für einen Alt-Landrat noch zu jung sei, sei mit seiner hochgewachsenen Statur ja ein Spezialist für Hochbauten, scherzte Krebs. Und während Stoiber die Gäste an der Gartenstraße als „Gärtnerinnen und Gärtner“ begrüßte und darüber sinnierte, ob man aus ökologischer Sicht weiterhin an „Motorenverbrennung“ festhalten solle, war für Seehofer klar: „3. Startbahn? Ich habe mich entschieden: Früher war ich dafür, momentan bin ich dagegen.“ Es brauche keine Startbahn. „Vielleicht reicht auch eine Landebahn.“

Dass es „keine Obergrenzen“ gebe, dass „wir alle Menschen“ seien, dass „wir für Jeden einen Platz haben“ – das sagte der Mensch und Bürger Wolfgang Krebs. Dass er mit seiner Haltung in der Asylpolitik den „ungezügelten Zuzug aus Thüringen und Mecklenburg-Vollpfosten eindämmen“ wolle, das sagte der Kabarettist Krebs.

Zuvor hatte Freisings OB Tobias Eschenbacher die Lebenshilfe Freising als „Premiumpartner“ von Stadt und Landkreis gelobt. Lebenshilfe-Vorsitzende Monika Haslberger freute sich, dass dem Bildungszentrum der Lebenshilfe das Profil „Inklusion“ zugesprochen worden sei. Sie hoffe, dass im kommenden Schuljahr Kinder aus der Grund- und Hauptschule Lerchenfeld an der Gartenstraße zur Schule gehen werden. Und Anja Lackner, Mitglied im Rat behinderter Menschen, sagte, sie spreche lieber von „Menschen mit Einschränkungen“.

Wolfgang Krebs jedenfalls hat sich gleich an diesen Appell gehalten.

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