Historisches Vergleichsschießen

Der Sieger kommt aus dem Nachbarlandkreis

Hallbergmoos - Ein Novum: Noch nie in 100 Jahren Geschichte sind die Hallbergmooser, Goldacher und Notzingermoos Schützen gegeneinander angetreten. Das haben sie jetzt nachgeholt.

Zu einem Vergleichsschießen mit historischem Charakter sind die Goldacher Hubertusschützen, die SG Edelweiß Hallbergmoos und die Moosschützen aus Notzingermoos angetreten. Denn zum ersten Mal in der gut hundertjährigen Geschichte der Vereine traten deren Schützen gegeneinander an, um den von den Kommunen Hallbergmoos und Oberding gestifteten Wanderpokal unter sich auszumachen.

Bürgermeister Harald Reents, der gemeinsam mit seinem Amtskollegen Bernhard Mücke aus Oberding (Landkreis Erding), Gemeinderäten und Schützenmeistern beim Promischießen den Startschuss für das sportliche Aufeinandertreffen gab, äußerte sich begeistert von diesem „historischen Ereignis“. Im Dezember 2015 wurde die Buslinie 515 über Oberding nach Erding eröffnet, nun rückten die Kommunen auch sportlich noch ein Stück näher zusammen. Traditionell – der Hallbergmooser Ortsteil Goldach gehörte vor der Gebietsreform 1978 zur Gemeinde Oberding und dem Landkreis Erding – sind die Hubertus- und Moosschützen seit jeher freundschaftlich verbunden. Mit der SG Edelweiß, dem zweiten Hallbergmooser Schützenverein, ist das Trio komplett.

Die Idee zu einem Vergleichsschießen von Goldachern, Hallbergern und Mooslern war, wie Hubertus-Schützenmeister Gerd Schünemann sagte, bei der Einweihung des neuen Schießstand im Neuwirt entstanden. Der war im vergangenen Jahr für 25 000 Euro renoviert und im November eingeweiht worden.

Um die von beiden Kommunen gestiftete Trophäe kämpften jeweils zehn Schützen der drei Vereine. Vereinsreferent Karl Heinz Bergmeier hatte als Draufgabe drei Fassl Bier (50 Liter für den Sieger, 30 Liter für Platz 2 und 3) ausgelobt. 40 Schuss freihändig oder – für Teilnehmer über 56 Jahren aufgelegt – durften von jedem Schützen abgefeuert werden. Gewertet wurden die beste Serien der jeweils fünf Vereinsbesten. Aufgelegte Schützen (Teilnehmer über 56 Jahre) wurden mit einem Malus von 0,56 bewertet.

Am Ende eines spannenden und geselligen Abends triumphierten die Moosschützen mit 502,7 Ringen gefolgt von den Hubertusschützen Goldach (491,3) und der SG Edelweiß (487,5). Julia Gaisbauer (101,6), Thomas Holzmann (101,4), Theresa Rötzer (100,4), Katrin Stürzer (100,0) und Sebastian Griese (99,3) lieferten für die Moosschützen die Top-Ergebnisse. Für die Hubertusschützen wurden Lucie Borst (100,3), Gerd Schünemann (A, 99,0), Erich Multerer (A, 98,0) Eugen Lackermeier (A, 98,0) und Rita Hetzl (A, 96) gewertet. Stefan Schindler (100,0), Otto Haller (99,0), Katja Schmid (A, 98), Klaus Piotter (A, 98,0) und Freddy Lebouc (92,5) lieferten die Wertungspunkte für die SGE.

Eva Oestereich

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Fahrgerädert und verschreckelt“
Das Camerett-Team um ihre neue Spielleiterin Susanne Röpcke hatte sich auch heuer wieder mächtig ins Zeug gelegt und viele pointierte sowie hintergründige Nummern, …
„Fahrgerädert und verschreckelt“
Aufbruch und Umbruch in Freising
Das Freisinger Stadtarchiv präsentiert jetzt 80 Fotomotive, die prägnant und ausdrucksstark das Freising des frühen 20. Jahrhunderts wiedergeben. Am morgigen Donnerstag, …
Aufbruch und Umbruch in Freising
Neues Pflaster lässt keine Ausreden mehr zu
Bei strahlendem Sonnenschein wurde die neuen Bahnen des Echinger Stockschützen-Vereins im Freizeitgelände eingeweiht. Umrahmt von einem Ensemble des Musikvereins St. …
Neues Pflaster lässt keine Ausreden mehr zu
Querfeldein-Tour endet zweimal „unter Wasser“
War die Geschichte vom E-Mobil-Fahrer, der auf den Sport- und Tennisplätzen der SG Eichenfeld seine Runden drehte unglaublich, so wird diese doch getoppt von der …
Querfeldein-Tour endet zweimal „unter Wasser“

Kommentare