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Lagebesprechung: Die Feuerwehrkräfte warten den Spezialtrupp.

Großeinsatz der Feuerwehr

Brand an der Angerstraße: Einsatzkräfte waren bis nach 1 Uhr im Einsatz

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Freising - In einem Silo einer Freisinger Binderei an der Angerstraße hat am Dienstagabend Papierstaub Feuer gefangen. Der Brand sieht von außen nicht spektakulär aus - ist aber sehr gefährlich.

Abrollbehälter CO2 der Werkfeuerwehr Flughafen München mit großen Mengen des Löschmittels

Update 9.01 Uhr: Die Feuerwehr Freising hat noch einige Details bekanntgegeben. Den Vorgang, das Kohlenstoffdioxid in das Silo zu schaffen, nennt man Inertisierung. Das Löschmittel schafften die Feuerwehren Weihenstephan und Flughafen München in Sonderfahrzeugen heran. Parallel dazu überwachte ein Trupp unter Atemschutz den Brandverlauf und Löscherfolg mit Wärmekamera und Messtechnik. Erst gegen 1 Uhr war das Silo vollständig leer. Die Förderanlage wurde noch mit Wasser gespült, erst dann konnte die Helfer nach einem rund achtstündigen Einsatz abrücken. Insgesamt befanden sich rund 80 Feuerwehrkräfte aus Freising, Weihenstephan, Flughafen München und Pulling im Einsatz. Unterstützt wurden sie von der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) und den Fachberatern Gefahrgut und THW des Landkreises. Die gesamte Einsatzdauer sicherte das BRK die Helfer mit einem Rettungswagen ab.

Update 20.22 Uhr: Das Silo wird derzeit mit Kohlendioxid runtergekühlt. Die Arbeiten, so heißt es seitens des Feuerwehr-Pressesprechers Florian Wöhrl, dauern mit Sicherheit noch bis spät in die Nacht an. Verletzte gab es zum Glück keine, das BRK war nur zur Absicherung, auch der Einsatzkräfte, vor Ort. Die Absperrung bleibt allerdings noch bestehen, schließlich sind die Aufräumarbeiten noch lange nicht abgeschlossen. Die Gefahr, dass das Silo explodiert, besteht allerdings nicht mehr.

Die Erstmeldung am frühen Abend lautete: Heizungsbrand an der Angerstraße. Relativ schnell wurde den Feuerwehr-Einsatzkräften vor Ort aber klar, dass der Brand im Silo ist - und dass es sich um Papierstaub handelt. Das Ausmaß des Brandes war gegen 17.30 Uhr noch unbekannt. Klar war da jedoch schon, dass die Feuerwehrler das Gebäude nicht mehr betreten.

Seitens der Einsatzkräfte heißt es, dass man das Silo nicht einfach öffnen und das Feuer löschen könne. Stichwort: Kamineffekt. Sonst könne sich das Feuer ausbreiten, im schlimmsten Fall käme es sogar zu einer Staubexplosion - und das ist äußerst gefährlich. Zur Sicherheit wurde das Gelände mit einem 300-Meter-Radius abgesperrt.

So sieht es vor Ort aus

Zur Stunde ist noch nicht klar, welcher Spezialtrupp im Einsatz ist. Zu Beginn hieß es, dass ein Trupp aus Regensburg kommt, dann war wieder vom Flughafen die Rede. Fakt ist: Nur mit spezieller Ausrüstung kann das Silo angebohrt und mit einem bestimmten Gas bedampft und damit gelöscht werden.

Der gesamte Keller ist verraucht

Durch Hitzeentwicklung, so lautet die erste vorsichtige Aussage, habe der Papierstaub Feuer gefangen. Der gesamte Keller soll demnach verraucht sein. 

Neben der Feuerwehr Freising sind auch Kräfte der Werksfeuerwehr Weihenstephan, ein Fachberater des THW und das BRK vor Ort. Ob es Verletzte gibt, ist allerdings noch nicht bekannt.

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