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SPD nominiert Markus Grill als Landtagskandidat

Das sind die SPD-Kandidaten für Land- und Bezirkstag aus dem Landkreis Freising

Mit ihrem Regionalgeschäftsführer Markus Grill geht die Kreis-SPD in den anstehenden Landtagswahlkampf. Als Kandidaten für den Bezirkstag stellten die Sozialdemokraten den Studenten Victor Weizenegger auf. Und die große Koalition? Da herrscht große Skepsis an der roten Basis.

Hohenkammer Volles Haus im Sportheim in Hohenkammer, wohin die Genossen ihre Delegierten zur Kandidatenaufstellung gerufen hatten. Ortsvorsitzender Günter Wilde freute sich über den Besuch der zahlreichen Genossen: „Eine so große Veranstaltung hatten wir noch nie in Hohenkammer.“ Den abwesenden Kreisvorsitzenden Peter Warlimont vertrat dessen Stellvertreterin Beate Frommhold-Buhl aus Neufahrn, die die Delegiertenversammlung fest im Griff hatte. Obwohl die Verhandlungen über eine neuerliche Große Koalition (GroKo) in Berlin nicht auf der Tagesordnung standen, waren sie doch großes Thema unter den Genossen – mit deutlicher Tendenz hin zu einer Ablehnung.

Als Bezirkstagskandidat bewarb sich der 22-jährige Geografiestudent Victor Weizenegger aus Neufahrn. Er brachte den Genossen die Aufgaben des Bezirks Oberbayern näher und räumte ein, dass die dritte kommunale Ebene in Bayern stets um Aufmerksamkeit ringen müsse. „Dabei macht der Bezirk ursozialdemokratische Politik.“ Der Bezirk habe dann seine Aufgabe, „wenn das Leben nicht nach Plan läuft“. 80 Prozent des Budgets seien Sozialausgaben, so Weizenegger, ansonsten habe der Bezirk auch Aufgaben im Bereich Inklusion sowie bei der Kultur- und Brauchtumspflege zu erfüllen. Der CSU warf der junge Neufahrner vor allem Versäumnisse beim Umweltschutz aber auch „schulpolitische Geisterfahrten“ vor. Gefragt, wie er zur GroKo stehe, machte der jungen Mann aus seiner Ablehnung keinen Hehl. Das gefiel 38 von 39 SPD-Delegierten, die Victor Weizenegger zum Bezirkstagkandidaten wählten.

Markus Grill, 45 Jahre, im Hauptberuf Regionalgeschäftsführer der SPD in Freising, engagiert sich im Bereich Mieten, Wohnen und Bauen und kämpft als erfahrener SPD-Mann gegen die dritte Startbahn. Mit diesem Background bewirbt sich der gebürtige Schwabe um das Landtagsmandat im kommenden September. Die SPD erlebe „keine leichten Zeiten“, konstatierte Grill, zeigte sich aber zuversichtlich, dass die CSU abgelöst werden kann. „Weil wir endlich wieder einen Sieg wollen.“

Die Frage nach seiner Haltung zu einer neuen Großen Koalition nahm der Bewerber von sich aus vorneweg. Er sehe keine Möglichkeit, mit der CSU gemeinsame Sache zu machen, sagte Markus Grill. In den kommenden achteinhalb Monaten gelte es, „intern die eigenen Genossen zu motivieren und extern die Wähler zu überzeugen“. Er kritisierte die Schulpolitik der Staatsregierung und die jüngsten Äußerungen von Markus Söder zur Digitalisierung. Dringlich sei in Bayern bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Wie es mit der Infrastruktur stehe, werde sich im Herbst zeigen, wenn die Bahnstrecke Freising – München teilweise gesperrt sei. Dann werde sich zeigen, wie die Querverbindungen in unserer Region funktionieren. Bei der digitalen Infrastruktur sieht Grill lediglich „Sprechblasen bei der CSU“. Und in Sachen Dritte Startbahn ist der Kandidat zuversichtlich, dass die Münchner SPD auf Linie bleibt. „Der Ball liegt bei den Genossen in München“, damit die dritte Startbahn überhaupt nicht gebaut werde. Grill heimste viel Beifall ein und erhielt letztlich 37 Ja- und lediglich zwei Nein-Stimmen.

Heinz Mettig

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