Kontrolliert den Stand der Baustelle: Architekt Martin Burzin aus Freising vor den Luftschächten. Fotos: Gleixner

Skydiving-Anlage: Erst klettern, dann fliegen

Neufahrn - Wer derzeit an der Baustelle zur Skydiving-Anlage im Gewerbegebiet am Römerweg vorbeikommt, dem könnte einen Moment der Atem stocken: In 25 Metern Höhe klettern Arbeiter umher. Die russischen Industriekletterer sind Fachkräfte und mit dem Einbau der Betriebstechnik betraut.

Nachdem die Betonarbeiten abgeschlossen sind, kommen jetzt nach und nach die in China gefertigten Technik-Elemente per Schiff über Rotterdam nach Neufahrn. Am Boden werden die Teile vormontiert und mit einem Kran über das noch offenen Dach eingehoben. Die mutigen Kletterer befestigen die Bauteile dann im Inneren. Das Kletterteam ist eingespielt und weiß genau, worauf es ankommt. Denn parallel zu dem Projekt in Neufahrn wird auch in Tokio eine Skydiving-Anlage gebaut - und in St. Petersburg ist bereits eine in Betrieb. An beiden haben die Kletterer mitgearbeitet, weiß Architekt Martin Burzin.

Für den Freisinger ist das Skydiving-Projekt durchaus etwas Besonderes - und das, obwohl er schon „die verrücktesten Sachen überall auf der Welt“ gebaut hat. Darunter zum Beispiel eine Klinik für Falken in Abudabi. Übrigens: Auch das Kinocenter in Vilsbiburg ist ein Burzin-Bau.

Wenn die Skydiving-Anlage fertig ist, will er sie auf jeden Fall auch selbst testen, sagt er und fügt augenzwinkernd an: „Unter Ausschluss der Öffentlichkeit.“ Bevor es soweit ist, gibt es aber noch einiges zu tun. Im nächsten Schritt wird das Dach gebaut. Dazu müssen Fertigteile aus Beton eingehoben werden. Danach steht die Fassade auf dem Plan, die dann, angelehnt an einen Eiskristall, in Blau leuchten wird. Dann erfolgt schließlich noch der komplette Innenausbau.

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