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Der Tag ist gerettet: Nachdem zwischenzeitlich die Briefwahlunterlagen im Moosburger Rathaus ausgegangen sind, konnten Geschäftsleiter Josef Mühlberger und seine Mitarbeiterin Bettina Neumayr am Dienstag neues Material in Empfang nehmen.

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So viele Briefwähler wie nie: Rathäuser im Landkreis Freising melden Rekorde

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    Manuel Eser
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So viele Menschen wie nie zuvor haben im Landkreis Freising ihr Kreuzchen gemacht – per Brief-Wahl. In einem Rathaus war die Nachfrage so groß, dass sogar die Unterlagen ausgegangen sind.

Landkreis – Da brach kurzzeitig so etwas wie der Notstand in Moosburg aus. „Katastrophe – uns ist das Material ausgegangen“, meldete Josef Mühlberger am Dienstagvormittag. Der Geschäftsleiter im Moosburger Rathaus hatte zwar damit gerechnet, dass der Trend zur Briefwahl, der in den vergangenen Jahren eingesetzt hat, weitergeht. Aber so viel Nachfrage hat ihn dann doch überrascht. „Wir haben 3500 Briefwahl-Unterlagen geordert – 500 mehr, als bei der letzten Bundestagswahl benötigt wurden“, berichtet Mühlberger. Doch das hat eben nicht gereicht.

Die gute Nachricht: Der Verlag, den die Stadt mit dem Druck der Wahlbögen beauftragt hat, konnte schnell Nachschub liefern. Mühlberger rechnet nun damit, dass von den rund 12 500 Wahlberechtigten in Moosburg am Ende um die 3700 per Briefwahl ihr Kreuzchen gesetzt haben werden.

Auf Rekordkurs ist auch die Stadt Freising. „Wir werden heuer sicher die 10 000er-Grenze knacken“, teilt Michael Eberwein, Leiter des Bürgerbüros der Stadt Freising mit. „Waren es bei der Bundestagswahl 2013 insgesamt etwas über 8000 Briefwähler, so steht derzeit der Zähler im Wahlamt der Stadt Freising mit ihren rund 32 000 Wahlberechtigten bereits bei rund 9500 Bürgern, die zuhause abgestimmt haben.“

Die Gründe für den spürbaren Anstieg liegen für Eberwein auf der Hand: „Ich glaube, die Leute wollen sich nicht mehr an feste Wahltermine binden.“ Das „Auswählen in privater Atmosphäre“ mache den Reiz an der Briefwahl aus. „Und das findet immer mehr Freunde.“ Zu spüren sei das vor allem bei der jungen Generation: „Da haben wir einen großen Briefwähler-Anteil.“

Auch auf dem Land wird die Möglichkeit zur Briefwahl rege genutzt. „Im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 haben wir einen Anstieg von 12 bis 15 Prozent“, berichtet Jürgen Grohmann, Wahlleiter in der VG Mauern. Fast ein Drittel der rund 6700 Wahlberechtigten hätten die Unterlagen im Vorfeld beantragt. „Natürlich muss man noch abwarten, wie viele davon zurückkommen“, betonte Grohmann. Er rechnet aber mit einem neuen Rekord. Was ihm noch aufgefallen ist: 900 der etwa 2000 Bürger aus den Nord-Gemeinden Mauern, Gammelsdorf, Wang und Hörgertshausen hätten die Unterlagen für Zuhause via Internet angefordert.

Im Süden purzeln die Rekorde ebenfalls. In Neufahrn hat schon jetzt knapp ein Viertel der 13 000 Wahlberechtigten Briefwahl beantragt, wie Rathaussprecherin Nicole Dobner bilanziert. Und wird das Material schon knapp? „Nein“, sagt sie. „Noch geht uns nichts aus.“

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