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So war das Landkreis-Wetter im Oktober

Zu kühl, zu trocken – und zu wenig Sonne

Freising – Nach dem „Goldenen September“ folgte nun in der Freisinger Region ein eher kühler und „durchwachsener“ Oktober. Nebelgraue Regentage wechselten sich mit milden, sonnenscheinreichen Tagen ab. Die häufigen Niederschläge waren nicht sonderlich ergiebig, so dass der Monat zu trocken daherkam.

Zum Monatsstart strömte auf der Vorderseite eines Tiefs sehr warme Luft aus Südwesten heran. Sie bescherte uns mit viel Sonnenschein angenehme 22,4 Grad und damit die höchste Temperatur des Monats. Doch im Laufe des verlängerten Wochenendes zogen Tiefausläufer mit dichten Wolken und Regen über Bayern hinweg. Die Temperaturen gingen rasch zurück. Über Mittel- und Osteuropa entwickelte sich ein Tiefdruckkomplex, der bis in die zweite Dekade hinein um sich selbst kreiste und gelegentlich leichte Niederschläge nach Freising brachte.

Zur Monatsmitte drehte die Strömung wieder auf Südwest, so wurden mit freundlichem Sonnenschein milde Tageshöchstwerte nahe 20 Grad erreicht. Zum Ende der zweiten Dekade entwickelte sich ein Tief über Norddeutschland. Mit dessen Ausläufern zogen dichte Wolken mit Regenfällen über unsere Region. Am 18. wurde mit 12,2 Litern pro Quadratmeter die größte Tagessumme des Niederschlags registriert. Die Tageshöchstwerte pendelten nur noch um zehn Grad. Nach einem kurzen sonnig-milden Intermezzo am 24. Oktober etablierte sich bis Monatsende ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa. In den klaren und schon langen Nächten kühlte sich die Luft zumindest in Bodennähe bis knapp unter den Gefrierpunkt ab. Erster Reif und Nebelschwaden legten sich über die Wiesen. Manchmal hatte es die Sonne schwer, dem Nebel Paroli zu bieten. Erst mittags lichtete sich das Grau.

Der Herbst steht auf der Leiter und malt die Blätter an: heuer um 10 bis 15 Tage später im Vergleich zum langjährigen Mittelwert, so beobachtet bei Weißbirke, Stieleiche, Rotbuche und Europäischer Lärche. Die Monatsmitteltemperatur betrug 8,1 Grad und liegt damit um 0,4 Grad unter dem Normalwert der Periode von 1981 bis 2010. Mit einer Monatssumme des Niederschlags von 45 Liter pro Quadratmeter war der Oktober um 20 Prozent zu trocken. Auch die Sonne machte sich rar, rund 100 Stunden ergeben 86 Prozent vom Soll. An elf Tagen wurde Nebel beobachtet, an drei Tagen gab es Windstärke 6. Insgesamt betrachtet fiel der Monat in keiner Weise aus dem Rahmen.


Carola Grundmann

Deutscher Wetterdienst

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