Sozialwohnungen werden umgeschichtet: Mieter in Angst

Freising - Ein Großteil der städtischen Sozialwohnungen wird umgeschichtet in eine neue Wohnungsbau- und verwaltungs GmbH (WVG) der Stadt. Die Mieter haben bereits Angst, ausziehen zu müssen: OB Dieter Thalhammer aber beruhigt: Alles bleibt beim alten.

Bodenwerte in Höhe von 20,6 und Gebäudewerte in Höhe von fast drei Millionen Euro bringt die Stadt in die WVG ein. So hat es am Donnerstag der Stadtrat beschlossen. Anlass für die Gründung der WVG, ist der Sanierungsbedarf in Höhe von rund 50 Millionen Euro bei den städtischen Sozialwohnungen. Die Stadt kann diese Summe nur über Kredite aufnehmen, eine GmbH & Co. KG kann mit der Belastung ihrer Grundstücke einen großen Teil der Summe abdecken.

Das alles sah Kaiser anders, der bei dem „Verkauf öffentlichen Eigentums an eine Privatgesellschaft“ von „Diebstahl öffentlichen Eigentums“ sprach. Heidi Kammler (SPD) sah es kritisch, dass dieser Tagesordnungspunkt auf Antrag der Grünen öffentlich behandelt wurde: Schon jetzt hätten die Mieter „Ängste“, dass die an die Stadtwerke angegliederte WVG mit ihrem Geschäftsführer Gerhard Schmid nicht dieselbe Sicherheit biete wie die Stadt. „Die Mieter glauben, die Wohnung würden privatisiert, sie müssten raus und die Miete würde erhöht“.

Das freilich verneinten OB Dieter Thalhammer und Schmid sofort: Die Belegung verbleibe bei der Stadt, die auch die Verfügungskompetenz zu hundert Prozent behalte.

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