Dobrindts großer Wurf: (v. l.) Benno Zierer, Josef Hauner, Erich Irlstorfer, Alexander Dobrindt, Joachim Herrmann, Tobias Eschenbacher und Stefan Meier (Bauamt) beim Spatenstich.

Los geht's mit den Bauarbeiten

Video: Spatenstich Nordostumfahrung - Warten auf die "enorme Entlastung"

Freising - Die Nordostumfahrung der B301 in Freising wird gebaut - und am Dienstag fand dafür der Spatenstich statt. Das Projekt ist so wichtig, dass sogar Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und sein bayerischer Kollege Joachim Herrmann (beide CSU) da waren.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) kam pünktlich an in Altenhausen. Sein bayerischer Kollege Joachim Herrmann (CSU) kam zehn Minuten zu spät, dafür aber in eine orange leuchtende Warnweste gekleidet. Beide standen sie dann im Baaz. Denn die Bauarbeiten für die B 301-Nordostumfahrung hatten schon vor dem Spatenstich gestern begonnen.

Der Bundesverkehrsminister betonte, wie viel Geld der Bund für Straßenbau in den Freistaat pumpe („Wohlstand ist nur da, wo die Infrastruktur funktioniert“), der Bayerische Innenminister dankte für das viele Geld, das man vom Bund erhalte („Wir bauen für die Menschen“). 29 Millionen Euro sind das im Fall der 4,2 Kilometer langen B 301-Nordostumfahrung. Beide, Dobrindt und Herrmann, sprachen von der „enormen Entlastung“, die das Projekt für die Stadt Freising bringe. Die Tangente bedeute größeren Verkehrsfluss für die Autofahrer, weniger Lärm und Abgase für die Bürger. In Zahlen: Von derzeit 26 400 Kfz-Bewegungen, die momentan auf der Mainburger Straße in Freising gezählt werden, werden dann 7800 Fahrzeuge die neue Nordostumfahrung nutzen.

Video: Alexander Dobrindt betont, wie wichtig die Umgehung ist

Zusammen mit dem Minister-Duo stand nicht nur die Freisinger Stadtkapelle im Baaz, sondern auch der Landrat und der Oberbürgermeister. Josef Hauner berichtete, wie der Landkreis wachse – mehr Einwohner, mehr Autos, mehr Straßen. Den Spatenstich als Startsignal für die Nordostumfahrung hielt Hauner deshalb für „ein besonders glückliches Ereignis“. Ebenso wie Landrat Hauner vergaß auch OB Tobias Eschenbacher gestern die Anwohner in Erlau nicht. Stadt und Landkreis hätten sich sehr für eine Umfahrung von Erlau eingesetzt, bedauerten es auch jetzt noch, dass dies wegen der Topographie und wegen des Naturschutzes nicht möglich gewesen sei. Man hoffe nun auf wirksame lärmmindernde Maßnahmen, beispielsweise eine Art Flüsterasphalt. Eschenbacher verband seinen Dank an Bund und Freistaat für die Realisierung der Nordostumfahrung auch mit einer Bitte: Die heute schon prekäre Wohn- und Verkehrssituation würde sich mit einem Flughafenausbau – Stichwort: dritte Startbahn – noch verschärfen. Weil Freising und die Region also nicht noch mehr Verkehr und Lärm vertragen, sollte sich die Staatsregierung von der Startbahn verabschieden. Applaus von den Gästen.

26 Jahre nach den ersten Voruntersuchungen im Jahr 1990 nun also das, worauf viele Freisinger schon lange warten. 1992 war das Projekt in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen worden, 2003 hatte das Raumordnungsverfahren begonnen, 2014 war der Planfeststellungsbeschluss ergangen. Und 30 Jahre nach den Voruntersuchungen soll dann Verkehrsfreigabe sein.

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