Kranaufbau am Asam 

Spektakuläre Bilder vom Kranaufbau in Freising: Zwei Giganten – einer bleibt

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Der eine Gigant hebt einen anderen Riesen-Kran in den Asaminnenhof – spektakuläre Bilder konnte man an den vergangenen Tagen im Herzen Freisings beobachten. Vielen Schaulustige verfolgten den Kranaufbau – und Unbelehrbare, die Anweisungen nicht interessieren, gab’s natürlich auch.

Freising – Sechs Achsen, 300 Tonnen Traglast, 78 Meter Ausleger: Der Autokran LTM 1300 ist zwar nicht der Größte, den die Firma AKM da vor dem Asamgebäude aufgefahren hat – aber das war auch gut so. Wäre er nur ein paar Zentimeter breiter gewesen, hätte man ein Problem gehabt. Grund: Schon am Mittwoch musste zentimetergenau rangiert werden, um den Autokran am Umschlagplatz zu platzieren. Da kam sogar der erfahrene Lkw-Fahrer ins Schwitzen – Freising ist eben eine Herausforderung.

Das eigentliche Spektakel begann aber erst am Donnerstag: Teil für Teil wurde der 45 Meter hohe Kran, der die Asam-Baustelle in den kommenden Jahren begleiten wird, eingehoben. Und da war Zentimeterarbeit gefragt: Auf dem Marienplatz wurden die einzelnen Teile zusammengebaut, ehe das Bodenpersonal mit dem Finger wedelte und so das Startsignal für den Kranfahrer gab. Und der legte los: Mit ruhiger Hand ließ er die Teile über das Gebäude hinweg in den Innenhof schweben. In luftiger Höhe nahmen zwei weitere Arbeiter den „Bausatz“ in Empfang – und bauten sich so, glücklicherweise bei Windstille, Stück für Stück nach oben. Als dann die gewünschte Höhe erreicht war, folgte der Aufbau von Drehkranz, Spitz und Gegenausleger – erst danach, am Nachmittag, wurde der rund 45 Meter lange Ausleger angeliefert. Übrigens: An der Spitze hebt der Kran 2,5 Tonnen, während er am Turm gar sechs Tonnen in die Höhe wuchtet.

Video: So sah es vor Ort aus

„Da muss man schon ein ein Gespür haben“, hörte man von den vielen Zaungästen öfter, die beeindruckt zusahen. Bestätigen konnte das ein Experte: Kranunternehmer Hans Frey wollte sich das Spektakel nicht entgehen lassen und mischte sich unter die Zuschauer. Er erklärte: „Um da am Steuer zu sitzen, braucht man viel Erfahrung – und muss auch einige Schulungen absolviert haben.“ Einen Neuling lasse man da nicht ran. Am Rande des Spektakels wurde also auch eifrig gefachsimpelt. Passanten blieben immer wieder stehen und sahen dem Treiben ein paar Minuten zu – Geräte dieser Ausmaße sieht man in Freising eben nicht alle Tage.

Ärgerlich waren nur die Passanten, die die Anweisungen des Personals komplett missachteten. Immer, wenn ein Teil über die Straße gehoben wurde, wurden links und rechts Mitarbeiter postiert, die Radlfahrer und Fußgänger aus Gründen der Sicherheit auf den Umweg über den Marienplatz verwiesen. Manch Unbelehrbarer scherte sich allerdings darum nicht – und meinte, er müsse da jetzt unter tonnenschweren Teilen durchmarschieren. Zum Glück ist nichts passiert – aber Freising ist eben eine Herausforderung.

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