700 Grad heißes Aluminium läuft aus: 56 Verletzte

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In dieses Loch stürzte der 30-Jährige am Donnerstagmittag als er sich auf dem Grundstück einen Aushub ansehen wollte. 

Ganze Mannschaft von Schutzengeln am Werk

Spektakulärer Unfall: 30-Jähriger stürzt in vier Meter tiefen Krater

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Massenhausen - Ein 30-Jähriger trat an den Bauzaun, um sich auf einem Grundstück "An der Moosach" den Aushub anzusehen. Der Boden gab nach und er stürzte in die Tiefe.

Auf einmal gab der Boden nach. Als der 30-Jährige gegen 13.10 Uhr das Nachbarhaus des Grundstücks "An der Moosach" verließ, ahnte er noch nicht, was ihm in wenigen Sekunden passieren würde. Am Donnerstag fanden tagsüber Aushubarbeiten statt, auch ein Bagger grub unter dem Betonpflaster. Vorsichtshalber ließ der Bauherr in der Mitte der Zufahrt drei Bauzaun-Segmente aufstellen - allerdings ohne jeglichen Gefahrenhinweis. 

Der 30-Jährige trat auf der gepflasterten Zufahrt hinter den Bauzaun, um sich den Aushub anzusehen. Als er sich neben dem eingelassen Kanaldeckel befand, gibt der Boden auf einmal auf einer Fläche von 1,5 x 1,5 Meter nach. Es zieht ihm die Füße weg, der Mann stürzt mit den Pflastersteinen in einen vier Meter tiefen Krater, der sich unter der Zufahrt gebildet hatte. Eine ganze Mannschaft an Schutzengeln hat auf den 30-Jährigen aufgepasst: Er zog sich lediglich leichtere Abschürfungen und eine Prellung der linken Hand zu - ein Rettungsdienst-Einsatz war glücklicherweise nicht nötig. Die Neufahrner Polizei veranlasste in der Folge eine ordentliche Abzäunung der Gefahrenstelle und nahm gegen den Bauherrn Ermittlungen wegen einer fahrlässigen Körperverletzung auf. 

In der Nacht ging es aber weiter: Anwohner teilten mit, dass weiteres Erdreich in den Krater nachrutschte - und das nicht gerade wenig (zirka sechs Meter lang, drei Meter breit und vier Meter tief). Die gesamte Zufahrt droht einzubrechen. Die Polizeistreife schätzt kurz vor Mitternacht die Situation ebenfalls als gefährlich ein - und forderte die Feuerwehr Massenhausen an. Die traf wenig später mit 15 Einsatzkräften in Begleitung des Kreisbrandinspektors und eines Fachberaters des THW Freising ein. Immerhin: Dass die Statik des Nachbars beeinträchtigt sei, sei nicht zu befürchten gewesen. Die Feuerwehr sperrte die gesamte Zufahrt allerdings professionell ab. Alle Anwohner wurden darauf hingewiesen, die Anfahrt nicht zu benutzen. Am Freitag soll die Gefahr gebannt und die Zufahrt wieder instand gesetzt werden.

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