Wandergruppe verschüttet? Lawinenabgang im Berchtesgadener Land

Wandergruppe verschüttet? Lawinenabgang im Berchtesgadener Land
Sieht größer aus als er ist: der Sport- und Freizeitpark. Demnächst könnte er in Richtung Westen erweitert werden. Foto: Oestereich

Sport- und Freizeitpark braucht mehr Platz

Hallbergmoos - Vor fünf Jahren wurde der Hallbergmooser Sport- und Freizeitpark eröffnet - und nun gibt’s bereits Kapazitätsengpässe. Deshalb hat der Gemeinderat nun die Weichen für eine Erweiterung gestellt.

In das 16 Hektar große Areal hat die Kommune insgesamt 26 Millionen Euro investiert. Eine Investition, die sich offenbar rentiert hat: VfB, SG Edelweiß, Narrhalla, Volkshochschule, private und betriebliche Gruppen nutzen das Sportforum, Stockschützenhalle, Fußball-, Tennis- und Beachvolleyballplätze ebenso Erholungssuchende den Park, Fitnessparcours oder Jogging-Bahn - und Kinder den Skaterpark. Nur: Allmählich wird eng. Die Gemeinde wächst jährlich um etwa 300 Bürger - und damit auch der Run auf die Sportflächen. Darauf hat die Politik nun reagiert: Der Gemeinderat gab am Dienstag grünes Licht für den Neubau einer zweiten Fußball-Umkleide samt Kassenhaus und Kiosk.

Vorausgegangen waren intensive Vorberatungen im Planungsausschuss, in dem man sich redlich bemühte, die Kosten niedrig zu halten. Dies allerdings nur mit mäßigem Erfolg: Das neue Gebäude kostet, so die erste grobe Schätzung von Architekt Helmut Köpf, immerhin 886 000 Euro. Lediglich Robert Wäger, Fraktionssprecher der Grünen, machte die erkleckliche Summe offenbar Kopfzerbrechen: „Wir können nur schweren Herzens zustimmen. Das ist grundsätzlich zu viel Geld. Irgendwann sollte es mal gut sein.“

Die Ausgaben für Sport und Fußball, so Wäger, seien zwar vor dem Hintergrund des Gemeindewachstums noch nachvollziehbar. Aber: „Ich würde mich freuen, wenn’s bei anderen Projekten wie dem Bürgerhaus auch so schnell ginge.“ Stefan Kronner (SPD) entgegnete indes: „Wir diskutieren die Umkleide auch schon mehrere Jahre.“ Ursächlich für die Kostenentwicklung sei, so Kronner, nicht zuletzt auch die Kostenexplosion in der Baubranche.

Das neue Gebäude ist 28 Meter lang und 8,40 Meter breit - und beherbergt Team- und Schiedsrichter-Umkleideräume, Kiosk und Kassenhaus. Situiert ist es nah am Rand des Hauptspielfeldes zwischen Fußballtribüne und vorhandenen Umkleiden. Weiterentwickelt werden soll darüber hinaus das Sportpark-Gelände: „Die Bevölkerungsprognosen sowie die stetig wachsenden Mitgliederzahlen des VfB sind Indizien dafür, dass der jetzige Bestand der Sport- und Freizeitstätten dem zukünftigen Bedarf und der Nachfrage nicht genügt“, heißt es dazu aus dem Rathaus. Darum stimmte der Gemeinderat nun einer Flächennutzungsplanänderung zu: 30 Hektar Fläche westlich des bestehenden Sport- und Freizeitparks werden nun zusätzlich als Sondergebiet „Sport und Freizeit“ ausgewiesen. Südlich des bestehenden Sportgeländes existiert im Übrigen bereits eine potentielle Erweiterungsfläche.

Mit der aktuellen Ausweisung im Westen hält man sich den gewünschten Spielraum offen, „um in beide Richtungen zu verhandeln“, wie Bürgermeister Harald Reents in der jüngsten Sitzung erläuterte. „Das heißt aber nicht, dass wir den Sportpark in alle Richtungen ausdehnen wollen.“

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