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Ehrungen für besondere Leistungen

Sportlergala in der Luitpoldhalle: 91 Sportler, 91 Auszeichnungen

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19 war eine wichtige Zahl. Und die 91 auch. Denn 91 Sportler waren es, die am Samstag bei der 19. Gala des Freisinger Sports für ihre Leistungen geehrt wurden. Außerdem dabei: Trixi, Ballettschüler und ein Weltmeister.

Freising – Bürgermeisterin Eva Bönig war es, die am Freitag die Sportgala in der Luitpoldhalle eröffnete und die den Sport als „Kitt in unserer Gesellschaft bezeichnete“ – weil man hier „jenseits von Apps was miteinander macht“. Die 19. Sportgala musste zwar ohne OB Tobias Eschenbacher auskommen, und auch der Vorsitzende des Stadtverbands für Sport, Sebastian Wanzke, konnte nicht dabei sein, aber dafür war zum ersten Mal die Musikschule Freising – genauer: die Ballettschüler von Natalia Gnatiouk – eingeladen worden, um zwischen Ehrungen und Tanzrunden mit ihren Darbietungen die Ballgäste zu erfreuen. Und das waren denkbar abwechslungsreiche Auftritte, die die kleinen und größeren Eleven da auf das mit Gummimatten ausgelegte Parkett zauberten. Vom klassischen Ballett im blauen Tütü bis zu fetzigen und goldenen Showgirls, vom Husarentanz auf Spitze in rosa Tüll bis zur modernen tänzerischen Interpretation eines Joe-Cocker-Songs, von Eleganz und Anmut bis zum orientalischen Tanz à la 1001 Nacht – da war wirklich alles dabei, da wurde dem Publikum eine sehr breite Palette der Tanzkunst gezeigt.

Dass auch Hobbytänzer bei der Sportgala zum Zug kamen, dafür sorgten auf der Bühne Trixi und die Partylöwen aus Regensburg, während Moderator Matthias Spanrad das Volk und die Geladenen durch den Abend führte. Und Spanrad war es, der im Lauf des Abends 91 Namen aufrief – allesamt Funktionäre und Sportler, davon 16 Einzel-, sechs Funktionärsehrungen und vier Mannschaften, die insgesamt 35 Sachpreise, 45 Silber- und elf Goldmedaillen überreicht bekamen. Ausgezeichnet wurden die Helden des Freisinger Sports von Eva Bönig, ihrem Bürgermeister-Kollegen Hans Hölzl, von Sportreferent Hubert Weinzierl und auch vom Stargast des Abends, einem echten und wahrhaftigen Weltmeister: Bob-Pilot Johannes Lochner (Bericht rechts).

Wie seit einigen Jahren immer, steuerte der Abend auf einen ganz besonderen Höhepunkt zu: die Verleihung des Club Award. Bönig und Spanrad machten es gegen 23.15 Uhr auch gar nicht unnötig spannend, sondern zogen den Zettel mit dem Namen des Schützenvereins Hubertus Tüntenhausen als Sieger aus dem Briefkuvert (Bericht unten). Danach gehörten die Halle und das Parkett ganz allein den Ballgästen, konnten die Geehrten sich selbst und den Freisinger Sport feiern. Denn auch Deutsche, Süddeutsche und Bayerische Meister dürfen mal die Nacht zum Tag machen. Und wenn nicht bei der Gala des Freisinger Sports, wann dann?

Club Award

Die Trophäe, die ihn als „Verein des Jahres 2016“ ausweist, hängt ab sofort am Schützenheim von Hubertus Tüntenhausen. Bei der Sportgala wurde der begehrte Club Award an die Schützen aus dem Freisinger Ortsteil überreicht.

Grund für die Nominierung und schließlich auch für die Auszeichnung mit dem Oscar des Freisinger Sports in der Kategorie Verein war der unglaubliche Einsatz der Vereinsmitglieder beim Bau des neuen Schützenheims. In Tüntenhausen, so beschrieb es Moderator Matthias Spanrad, gehörten eben nicht nur die Kirche und der Wirt unbedingt zum Dorf, sondern auch „ein anständiges Schützenheim“. Bei so viel Engagement und Eigenleistung – rund 6000 Stunden haben die Mitglieder in ihr neues Domizil gesteckt – habe deshalb kein Weg an der Nominierung von Hubertus Tüntenhausen vorbeigeführt. Als der Sieger des Club Awards verkündet wurde, brandete denn auch im linken hinteren Teil der Halle lauter Jubel von mehreren Tischen auf. Hubertus Tüntenhausen war zahlenmäßig gut vertreten.

Ebenfalls nominiert für den Club Award waren der Motorsportclub MSC Freisinger Bär und der Eiskunstlaufverein Freising e.V. Der MSC hatte seine Nominierung all dem zu verdanken, was er – etwas außerhalb des Blickfelds der Freisinger – an nationalen und internationalen Motocross-Rennen auf der Strecke am Flughafengelände auf die Beine stellt. Die Eiskunstläufer wurden mit der Nominierung dafür geehrt, dass sie nur zwei Jahre nach der Gründung bereits 40 Mitglieder zählen und schon erste Erfolge eingeheimst haben.

Promi-Gast Johannes Lochner

Er kennt sich schon aus in Freising. Er kennt auch schon die Luitpoldhalle. Und er kennt auch die Gala des Freisinger Sports: Johannes Lochner. Denn der Stargast der 19. Gala war schon vor zwei Jahren als Ehrengast mit dabei gewesen. Damals war der heute 26-Jährige nach seinem Vize-Weltmeistertitel bei den Junioren noch der neue Shootingstar in der Bobszene, heute ist Johannes Lochner nach seinem WM-Titel bei den „Großen“ im Viererbob in Königssee in der Weltspitze angekommen.

Doch eines hat sich in zwei Jahren nicht geändert: Johannes Lochner ist 1,90 Meter groß und ein cooler, lockerer und unkomplizierter Typ. Dass er diesmal nicht nur Europa-, sondern auch Weltmeister – ausgerechnet im Viererbob – geworden war, habe ihn, so sagte der geborene Berchtesgadener Lochner im Gespräch mit Moderator Matthias Spanrad, selbst am meisten erstaunt. Denn „der Vierer“ – das war lange Zeit „eine einzige Katastrophe“. Erst der komplette Wechsel des Materials habe den Umschwung gebracht. Freilich: „Das Ding“, wie er sein neues Gefährt nennt, zu kaufen, ohne es vorher gefahren zu haben, „das war schon mutig“.

Lochner, der den Spaß an der Geschwindigkeit und die Fähigkeit, schnell sprinten zu können, als wichtige Voraussetzungen für jemanden nannte, der auch Bobpilot werden wolle, blickte auch schon in die Zukunft: 2018 bei den Olympischen Spielen in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang gebe es für ihn „nur ein Ziel: Gold“. Vielleicht ja auch im Zweierbob, mit dem er heuer bei der WM immerhin Bronze gewonnen hatte. Thema bei dem Interview in der Luitpoldhalle war auch eine Knieverletzung, die Lochner schwer zu schaffen gemacht hatte. Oder, wie er es ausdrückte: „Die Startzeiten waren unter aller Sau.“ Das hat sich offenbar wieder geändert. Geändert hatte sich auch, dass Lochner heuer nicht wie noch vor zwei Jahren von der Showtanzgruppe Dance United für eine Hebefigur herhalten durfte. 2017 blieb Lochner bei der Sportgala auf dem Boden.

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