Eva Bönig (Grüne) beantragte, die Sprengeländerung auszusetzen.

Sprengeländerung noch einmal ausgesetzt

Freising - Es ist eine Glaubensfrage: Sollen die Schulsprengel der Grundschule Neustift und Paul-Gerhardt zusammengelegt werden und in der neuen Schule im Stein-Park eine neue Heimat finden?

Sollen gleichzeitig die Mittelschule Neustift und die dann verbleibende Hauptschule Paul-Gerhardt zu einer großen Mittelschule am Standort Düwellstraße zusammengelegt werden? Im Juli 2012 war das von den Stadträten so beschlossen worden. Jetzt hat Schulreferentin Eva Bönig (Grüne) beantragt, die Sprengeländerung auszusetzen. Im Kulturausschuss hat man das heiß diskutierte Thema vertagt.

Helga Schöffmann (Schulverwaltung) rührte kräftig die Werbetrommel für die bestehende Beschlusslage der Sprengeländerung. Eines ihrer Hauptargumente: In Freising sollte eine Mittelschule entstehen, die alle drei berufsorientierenden Zweige (Technik, Wirtschaft und Soziales) sowie eine Ganztagesangebot aufweist. Mit den bisherigen Mittelschulverbünden sei das ja nicht der Fall.

Die Schulleiter von Neustift und Paul-Gerhardt haben allerdings in einem langen Schreiben ihre Sicht der Dinge und ihre Argumente gegen eine Sprengeländerung dargelegt: Man befürchtet beispielsweise sehr große Klassen und sieht die „Ballung“ von 2800 Schülern im Freisinger Norden (mit JoHo und Realschule) kritisch.

Bönig wusste, dass es sich um eine „sehr diffizile Angelegenheit“ handle. Man dürfe aber auch die Ergebnisse der Elternbefragung nicht übersehen, bei der sich an die 100 Eltern für eine Grund- und Mittelschule im Stein-Park ausgesprochen hätten.

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