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Planungsausschuss 

Stadt will Kritikpunkte an FMG-Planung geklärt haben

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Immer wenn Rechtsanwalt Joachim Krauß erscheint, kann man sich denken, um was es geht: Der Flughafen plant wieder ein Projekt, zu dem die Stadt Freising Stellung nehmen muss und auf das sie einen mindestens skeptischen Blick werfen will.

Freising/Flughafen – Der Planungsausschuss hatte sich nun mit der „AirSite West“, so der Titel des Vorhabens, mit dem der westliche Teil der Nordallee neu geordnet werden soll, zu befassen. Und wer war geladen? Genau: Rechtsanwalt Joachim Krauß.

Eigentlich, so betonte Stadtdirektor Gerhard Koch, sei das, was die FMG da jetzt vorhabe, eine gute Sache: Denn das nördliche Bebauungsband sei auch 25 Jahre nach Eröffnung des Airports „ein wildes Tohuwabohu“, das einer ordentlichen und durchdachten Bebauung und Struktur harre. Diesem Manko Abhilfe schaffen will die FMG mit dem 2013 genehmigten 112. Änderungsplanfeststellungsbeschluss, mit dem 38 Hektar neu geordnet werden sollen. Schon damals war die Stadt beteiligt gewesen, hatte eine Stellungnahme abgegeben, die auch zahlreiche Kritikpunkte und Nachfragen enthielt. Weil die wesentlichen Einwände dann im Verfahren von der Regierung von Oberbayern abgearbeitet worden waren, hat die Stadt damals auf eine Klageerhebung verzichtet. Jetzt liegt zu diesem Änderungsbescheid ein neuerlicher Antrag vor, mit dem die Konzeption angepasst werden soll. Und wieder ist die Stadt gefragt und wieder ist Joachim Krauß im Einsatz. Und wieder hat man Kritikpunkte.

Da ist zum einen die Tatsache, dass die verkehrstechnische Untersuchung nur einen Prognosehorizont bis 2025 aufweist, eigentlich aber bis 2030 reichen müsste. Zudem seien die Auswirkungen des Vorhabens auf die Verkehrsbelastung der B 301 Richtung Freising nicht nachvollziehbar. Zum anderen kritisiert die Stadt, dass „erneut nicht hinreichend definiert wird“, was unter der Nutzung „SF Sonstige Flughafendienste“ konkret zu verstehen sei. Anders ausgedrückt: Werden dort Dienste und Dienstleister angesiedelt, die Kaufkraft von der Stadt Freising abziehen könnten? Wichtig: Die Antwort darauf soll die FMG selbst geben und nicht durch „Nebenbestimmungen“ der Regierung von Oberbayern zuschieben. Zum dritten fordert die Stadt, aufgrund der zu erwartenden Zunahme des Verkehrs ein Lärmgutachten in Auftrag gegeben werde. Letzter Punkt: Da es keinen Erörterungstermin geben werde, solle der Stadt die Möglichkeit gegeben werden, die Einwendungen im Rahmen eines Gesprächs mit der FMG und dem Luftamt Südbayern darzulegen.

Freisings Umwelt- und Flughafenreferent Manfred Drobny (Grüne) fand es gut, „dass man genauer hinschaut“. Denn so lange der Airport an der dritten Startbahn festhalte, sei er „kein guter Nachbar“.

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