Tüchtig eingeschenkt hat „Bruder Friedrich“. Foto: AF

Starkbier-Predigt in Hohenkammer

Hohenkammer - „Hart, aber gerecht“, so hätte man die Fastenpredigt von Bruder Friedrich, alias Gerhard Friedrich, seines Zeichens Gemeinderat und Unternehmer, überschreiben können. Beim Starkbierfest in der Mehrzweckhalle teilte Friedrich tüchtig aus.

Die Plakate, die die Veranstalter anlässlich des Starkbierfests fabrizieren würden, seien „so greißlig, dass sie fast schön wieder schön sind“, stichelte Bruder Friedrich. Wenig Geschmack mochte der Fastenprediger am Bier finden, das heutzutage in „Kammer“ ausgeschenkt würde. Ob das überhaupt ein Starkbier sei, zog der Pater in Zweifel. Einem Vergleich mit dem „Valentinus Doppelbock“, den die eigene Schlossbrauerei einst ausgeschenkt habe, hält das heutige Bier laut Friedrich nicht stand.

Das habe er kürzlich bei einem Selbstversuch im eigenen Keller festgestellt. Dort habe er nämlich noch ein „Schätzchen“, einen fast vollen Kasten stehen. Wohlgemerkt aus dem Jahr 1992, in dem die Schlossbrauerei dicht gemacht habe. „Das Bier hat immer noch geschmeckt, ein bisschen malziger vielleicht, als ich es in Erinnerung hatte“, konstatierte Bruder Friedrich.

Kritischer ging er mit den neuen Schlossherren um, die in der Gaststätte jetzt nicht mehr auf die Küche von Gourmet-König „Käfer“ setzen könnten. Friedrich riet dem Hauptverantwortlichen Leo Hermann, es doch zu lassen mit den Käfer-Köchen und lieber den Wirt vom Gasthaus Beil in Schlipps zu nehmen.

„Die Palmen sprießen wieder, hätte ich beinahe gesagt.“ So lautete Friedrichs Kommentar zur Entwicklung beim Gasthaus „Alte Post“. Dort soll es bald wieder weiter gehen mit den seit langen ins Stocken geratenen Bauarbeiten, plauderte der Fastenprediger aus der Schule. (af)

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