Mit Laiendarstellern nicht mehr viel zu tun hatten die Protagonisten der Inszenierung „Hummel im Himmel“ Verena Schuhbauer, Thomas Ziegltrum und Harald Hecher (v. l.). Foto: Fischer

Starkes Stück der Maibaumfreunde Giggenhausen

Giggenhausen - Es drängten sich Vergleiche zu Paradestücken der Iberl-Bühne, zu Fernseh-serien wie „Irgendwie und Sowieso“ auf. Die Maibaumfreunde rissen die Zuschauer mit der Milieu-Studie „Hummel im Himmel“ zu Begeisterungsstürmen hin.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Schon seit geraumer Zeit nimmt das Theaterensemble der Maibaumfreunde Giggenhausen Stücke in ihr Repertoire auf, die sich vom klassischen Bauerntheater unterscheiden. Mit zunehmenden, um nicht zu sagen überwältigendem Erfolg. Bei der Aufführung der Komödie „Hummel im Himmel“ des Autors Christian Lex wuchsen die Darsteller der Maibaumfreunde über sich hinaus.

An allererster Stelle sind hier Verena Schuhbauer als leichtes, wenn auch nicht mehr ganz taufrisches Mädchen „Rote Ria“ und Thomas Ziegltrum als „Möchtegernmafioso“ Max Hummel zu nennen. Während letzterer den halbstarken von Ehrgeiz und Liebe getriebenen Schwerenöter gibt, glänzt Schuhbauer gleich in einer sehr feinfühlig angelegten Doppelrolle. Neben ihren Funktionen als abgebrühte Nachtclub-Besitzerin im Münchner Rotlichtmilieu weiß sie auch als Ersatzmutter und schließlich gar als „Lieber Gott“ zu überzeugen. Die in kultigem Dialekt gehaltenen Dialoge von Lex, gingen ihr leicht und locker von der Lippen gingen. Man hatte den Eindruck, hier steht eine Mimin von Format auf der Bühne. Eine, die alles spielen kann. Kurzum - eine Schauspielerin, der man einfach alles Eins zu Eins abnimmt.

Ganz so einfach hatte es der Hauptdarsteller nicht. Er hatte jede Menge Text und alle Augen waren ständig auf ihn gerichtet - sowohl vor, als auch auf der Bühne. Es dauerte zwar ein wenig, bis sich Ziegltrum freigespielt hatte. Dann aber lief er, wie das gesamte Ensemble zur Hochform auf. Will heißen: Selbst die Nebenrollen waren aller Ehren Wert. Mit was für einem Talent und einer Hingabe Harald Hecher dem Helfershelfer „Biwi“ Brenner Ausdruck verlieh, mit welcher Nonchalance Hans Halbinger den verständnisvollen Mann von der „Sitte“ verkörperte - all das zeugte von Lust und Leidenschaft an der Schauspielerei. Schon wie es losging: Der „Capo“, ganz Chef im Viertel, betrat, den Hut tief ins Gesicht gezogen, genüsslich an einer Zigarre ziehend den Saal. Der Beginn einer Aufführung, die eigentlich nur einen Nachteil hatte - es war die letzte.(af)

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